Studium und Praxis des Prinzips
Meine Lesezeichen
    Sie haben noch keine Lesezeichen.

Abschnitt 1. Die Periode der Reformation (1517-1648)

Die 130-jährige Periode der Reformation begann 1517, als Martin Luther der protestantischen Reformation in Deutschland zum Durchbruch verhalf. Sie dauerte bis zum Westfälischen Frieden von 1648, der das Ende der Religionskriege markierte. Diese Zeit ist wesentlich von der Renaissance und der Reformation geprägt. Beide entspringen der mittelalterlichen Feudalgesellschaft. Da der Zweck von Gottes Vorsehung durch die mittelalterliche Gesellschaft nicht erfüllt wurde, änderte sich die Richtung der Geschichte der Vorsehung. Gott wollte durch die Renaissance und die Reformation ein neues Fundament für die Wiederkunft des Messias errichten. Daher können wir das Wesen dieser Periode nur verstehen, wenn wir diese beiden Entwicklungen studieren. Wir wollen mit einem Rückblick auf die Gesellschaft im Mittelalter beginnen und untersuchen, inwieweit sie die Ursprüngliche Natur der Menschen jener Zeit beeinflusst hat und wie es schließlich zur Renaissance und zur protestantischen Reformation kam.

Im späten Mittelalter wurde das Ursprüngliche Gemüt des Menschen unterdrückt und seine freie Entwicklung vom sozialen Umfeld des Feudalismus, der Säkularisierung und der Korruption der römisch-katholischen Kirche blockiert. Der Glaube ist der Weg, den jeder auf der Suche nach Gott einschlagen muss. Dieser muss durch eine direkte vertikale Verbindung zwischen Gott und dem Einzelnen genährt werden. Doch in jener Periode haben das Papsttum und der Klerus mit ihren Riten und Dogmen das religiöse Leben der Menschen eher behindert als gefördert. Darüber hinaus gestattete die strenge soziale Ordnung des Feudalismus keine religiöse Freiheit. Unterdessen wurden religiöse Ämter ge- und verkauft. Bischöfe und Priester nutzten oft ihre Position aus, um ein luxuriöses und dekadentes Leben zu führen. In der Folge verlor das Papsttum seine Würde und bewegte sich auf einer Ebene mit anderen Institutionen weltlicher Macht. Es verlor die Fähigkeit, die Menschen in ihrem geistigen Leben zu führen.

Auf diese Weise blockierte das soziale Umfeld des späten Mittelalters den Weg, auf dem die Ursprüngliche Natur des Menschen hätte wiederhergestellt werden können. Gefangen in solch widrigen Umständen, wurden die Europäer im Mittelalter von den Impulsen ihres innersten Herzens angetrieben, das soziale Umfeld radikal zu ändern und das Tor für die Wiederherstellung ihrer Ursprünglichen Natur zu öffnen. In unserer Ursprünglichen Natur unterscheiden wir zwei Aspekte: den inneren und den äußeren. Wir wollen diese beiden Aspekte im Hinblick auf das Prinzip der Schöpfung genauer untersuchen.

Als Bildnisse Gottes und als Seine substanziellen Objektpartner stehen wir mit Seinen polaren Wesenszügen in Verbindung und ähneln Seinem Ursprünglichen Sông Sang (Inneres Wesen) und Ursprünglichen Hyông Sang (Äußere Gestalt). Das Geben und Empfangen zwischen innerer Natur und äußerer Form in uns bildet die Grundlage unserer Existenz und unseres Wachstums. Dementsprechend möchte unsere Ursprüngliche Natur zwei Arten von Verlangen erfüllen: ein inneres und ein äußeres. In Seiner Vorsehung der Wiederherstellung der Menschen arbeitet Gott daran, diese beiden Aspekte unserer Ursprünglichen Natur miteinander in Einklang zu bringen.

Gott schuf das Physische Selbst der ersten Menschen, bevor Er ihr Geistiges Selbst schuf. (Gen 2,7) Demzufolge erschafft uns Gott in der Vorsehung der Wiederherstellung wieder neu, indem Er zuerst das Äußere und dann das Innere wiederherstellt. Wir haben bereits dargelegt (vgl. Fundament 1.3), dass wir gefallene Menschen das substanzielle Opfer, das den inneren Aspekt darstellt, erst darbringen können, wenn wir erfolgreich das symbolische Opfer, das den äußeren Aspekt darstellt, dargebracht haben. Wenn beides erreicht ist, errichten wir das Fundament für den Messias. Der Prozess der Wiederherstellung der Beziehung gefallener Menschen zu Gott hat sich von außen nach innen hin vollzogen. In der Zeit vor dem Alten-Testament-Zeitalter stellte Gott die Menschen in die Position eines Dieners der Diener wieder her (Gen 9,25), indem Er sie Opfer darbringen ließ. Im Alten-Testament-Zeitalter wurde der Mensch durch das Mosaische Gesetz in die Position eines Dieners wiederhergestellt. (Lev 25,55) Im Neuen-Testament-Zeitalter stellte uns Gott aufgrund unseres Glaubens in die Position von Adoptivkindern wieder her. (Röm 8,23) Schließlich wird Er uns im Erfüllten-Testament-Zeitalter durch die Herzensbeziehung in die Position von wahren Kindern wiederherstellen. (vgl. Mose und Jesus 3.3.2)

Gott wirkte auf die gleiche Weise, um zuerst unser äußeres soziales Umfeld durch die Wissenschaft und danach unsere Spiritualität durch die Religion wiederherzustellen. Nach der Schöpfungsordnung wurden zuerst die Engel, die den äußeren Aspekt darstellen, geschaffen, und dann die Menschen, die das Innere verkörpern. Bei der Wiederherstellung arbeitet Gott zuerst mit der Engelwelt, die das Äußere repräsentiert, und mobilisiert sie zur Wiederherstellung der äußeren, Physischen Welt, ausgerichtet auf den menschlichen Körper, und danach zur Wiederherstellung der inneren, Geistigen Welt, ausgerichtet auf den menschlichen Geist.

Im Mittelalter sollten die Europäer ihre von Gott gegebene Ursprüngliche Natur wiederherstellen, indem sie zunächst ihre Bindungen an Satan lösten, der die Gesellschaft entweiht hatte, als das Papsttum in seiner inneren Verantwortung versagte, das Glaubensfundament wiederherzustellen, und in Unmoral versank. Da die Menschen danach strebten, die inneren und äußeren Aspekte ihrer Ursprünglichen Natur wiederzuerlangen, teilte sich das Denken der damaligen Zeit in zwei Bewegungen, die wir mit Abel-Typ-Bewegung und Kain-Typ-Bewegung umschreiben können, um das Erbe der Vergangenheit mit neuem Leben zu füllen. Die Kain-Typ-Bewegung begann als Wiedererweckung des Hellenismus, der Kultur und Philosophie des antiken Griechenlands und Roms. Aus ihr ging die Renaissance (aus dem Französischen: Wiedergeburt) hervor, deren zentraler Wert im Humanismus bestand. Die Abel-Typ-Bewegung begann als Neubelebung des hebräischen Erbes Israels und der frühen christlichen Kirche. Aus ihr ging die protestantische Reformation hervor, deren zentraler Wert der Glaube an Gott war.

Die Entwicklung von Hebraismus und Hellenismus hatte sich lange Zeit vorher angebahnt.

Beide Strömungen sind im Verlauf der Geschichte immer wieder aufeinander getroffen. 2000 v. Chr. blühte die minoische Zivilisation auf der Insel Kreta, gefolgt von der mykenischen Zivilisation auf der griechischen Halbinsel. Diese brachten im 11. Jahrhundert v. Chr. die hellenistische Zivilisation als Kain-Typ hervor, deren ideologisches Flaggschiff der Humanismus war.

Ungefähr zur selben Zeit entstand im Nahen Osten als Abel-Typ die hebräische Zivilisation mit dem jüdischen Monotheismus als führender Ideologie. Dies war die Periode des Vereinigten Königreiches. Hätten die Könige Israels zu dieser Zeit das Fundament für den Messias gelegt und ihn empfangen, dann hätte die blühende hebräische Zivilisation die im Schwinden begriffene hellenistische Zivilisation absorbieren können, um eine weltweite Zivilisation zu bilden. Doch als die Könige scheiterten und Gottes Willen nicht erfüllten, wurde diese Vorsehung nicht durchgeführt. Stattdessen kehrten die Juden nach ihrem Exil in Babylon nur zurück, um 333 v. Chr. unter die Herrschaft von Griechenland und 63 v. Chr. unter die Herrschaft von Rom zu gelangen. Folglich geriet der Hebraismus während jener Jahrhunderte bis zum Erscheinen Jesu und in der Zeit seines Wirkens unter die Herrschaft des Hellenismus.

Hätte das jüdische Volk Jesus angenommen und sich unter seiner Führung vereinigt, dann wäre das Römische Reich das messianische Königreich unter der Führung Christi geworden. Dann hätte der Hebraismus den Hellenismus absorbiert und eine einzige weltweite Zivilisation gebildet. Als jedoch Jesus zurückgewiesen und die Vorsehung vereitelt wurde, blieb der Hebraismus weiterhin unter der Herrschaft des Hellenismus. 313 n. Chr. erkannte Konstantin der Große im Edikt von Mailand das Christentum offiziell an.

Von da an überwand der Hebraismus schrittweise den Hellenismus. Mit dem Beginn des 8. Jahrhunderts hatten sich zwei christliche Strömungen gebildet: die östliche Orthodoxie und die römisch-katholische Kirche.

Hätten Päpste und Kaiser, die für die Wiederherstellung des Glaubensfundaments in der karolingischen Periode verantwortlich waren, nicht ihren Glauben verloren, wäre das Fundament für die Wiederkunft des Messias zu jener Zeit gelegt worden. Der Hebraismus hätte den Hellenismus völlig absorbiert und mit ihm eine einzige weltweite Zivilisation gebildet. Stattdessen konnte Satan aufgrund ihrer Glaubens- und Sittenlosigkeit die herrschende mittelalterliche Ideologie, die auf dem Hebraismus fußte, korrumpieren. In der Folge musste Gott eine neue Vorsehung der Trennung von Satan beginnen. So wie Gott den gefallenen Adam in Kain und Abel geteilt hatte, um ihn von Satan zu trennen, teilte Gott die vorherrschende Ideologie des Mittelalters in zwei Denkrichtungen. Diese sollten die Kain-Typ-Bewegung, also den Hellenismus, und die Abel-Typ-Bewegung, also den Hebraismus, neu beleben. Das führte einerseits zur Renaissance und andererseits zur Reformation.

Die hellenistische Denkweise, die sich im Humanismus der Renaissance neu formierte, nahm bald eine führende Rolle gegenüber der hebräischen Denkweise ein. Diese Periode sollte daher durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen die Periode der Vorbereitung auf die Ankunft des Messias wiederherstellen, in der das jüdische Volk unter griechischer Herrschaft und der Hebraismus unter der Vorherrschaft des Hellenismus stand. Wir wollen uns ins Gedächtnis rufen, dass Satan nur dann von Adam getrennt werden konnte, wenn sich Kain seinem Bruder Abel unterordnete. Dadurch wäre das substanzielle Fundament gelegt worden, das für den Empfang des Messias in Adams Familie notwendig war. Ganz ähnlich konnte Satan aus dem vorherrschenden Geist dieser Periode nur ferngehalten werden, indem sich die Kain-Typ-Bewegung, der Hellenismus, der Abel-Typ-Bewegung, dem Hebraismus, unterordnete. Dann hätte das für den Empfang Christi bei seiner Wiederkunft notwendige substanzielle Fundament weltweit gelegt werden können.

1.1 Die Renaissance

Wir haben bereits erklärt, dass die Renaissance aus dem äußeren Streben der Ursprünglichen Natur entstanden ist. Nach welchen Werten strebten die Menschen im Mittelalter? Warum und wie sind sie diesen Werten nachgegangen?

Dem Prinzip der Schöpfung gemäß wurden wir erschaffen, um vollkommen zu werden, indem wir die uns übertragene Verantwortung aus eigenem freien Willen erfüllen, ohne dass uns Gott direkt dabei hilft. Danach sollen wir mit Gott eins werden und gleichzeitig vollkommene Eigenständigkeit erreichen. Daher ist es die Aufgabe unserer Ursprünglichen Natur, nach Freiheit und Selbständigkeit zu streben. Eine Person, die ihre Persönlichkeit vervollkommnet hat, versteht Gottes Willen und führt ihn aufgrund eigener Erkenntnis und Einsicht aus, ohne auf Offenbarungen von Gott angewiesen zu sein. Es ist daher nur natürlich, wenn wir Einsicht und Verständnis anstreben. Wir sind auch mit dem von Gott gegebenen Recht ausgestattet, die Schöpfung zu beherrschen, sie zu zähmen und zu kultivieren, um angenehme Lebensbedingungen zu schaffen, indem wir die verborgenen Naturgesetze durch die Wissenschaft erforschen. Daher schätzen wir die Schöpfung, betreiben Wissenschaft und schätzen das praktische Leben.

In der mittelalterlichen Feudalgesellschaft wurde die Ursprüngliche Natur des Menschen lange Zeit unterdrückt. Daher strebten die Menschen umso mehr nach diesen Werten, die dem äußeren Verlangen ihrer Ursprünglichen Natur entsprangen. Sie begannen das klassische Erbe des Hellenismus zu erforschen, das sie im Laufe der Kreuzzüge gegen die Muslime als Ergebnis ihrer ausgedehnten Kontakte mit dem Osten übernahmen. Die Griechen und Römer des klassischen Altertums waren dem äußeren Verlangen der Ursprünglichen Natur des Menschen nachgegangen. Sie schätzten Freiheit, Eigenständigkeit, Vernunft, die Schöpfung und das praktische Leben. Sie entwickelten die Wissenschaften in einem beachtenswerten Ausmaß. Da all das in vollem Einklang mit dem Verlangen der Ursprünglichen Natur des Menschen im Mittelalter stand, flammte die Bewegung zur Neubelebung des alten hellenistischen Erbes auf. Der Humanismus der Renaissance entwickelte sich zur vollen Blüte.

Die Renaissance entstand im 14. Jahrhundert in Italien, wo das Zentrum für die Studien des klassischen hellenistischen Erbes lag. Obwohl sie als Bewegung begann, die das Denken und Leben der Antike von Griechenland und Rom lediglich nachahmte, entwickelte sie sich bald zu einer umfassenden Bewegung, die das mittelalterliche Leben veränderte. Sie dehnte sich über den kulturellen Bereich hinaus aus und begann, alle Aspekte der Gesellschaft einschließlich Politik, Wirtschaft und Religion einzubeziehen. Tatsächlich wurde die Renaissance zur äußeren treibenden Kraft für den Aufbau unserer modernen Welt.

1.2 Die Reformation

Weil die kirchliche Führungsschicht verweltlichte und in Dekadenz verfiel, trug die Vorsehung der Wiederherstellung mit dem Papsttum als Zentrum im Mittelalter keine Früchte. Als die Menschen daher den Humanismus befürworteten, lehnten sie sich konsequenterweise auch gegen die Riten und Regeln der Kirche auf, die sie an ihrer freien Gottesverehrung hinderten. Sie kämpften gegen das in getrennte gesellschaftliche Schichten gegliederte Feudalsystem und gegen die päpstliche Autorität, welche ihnen eine Eigenständigkeit unmöglich machte. Sie protestierten gegen die mittelalterliche Sicht, dass der Glaube in allen Lebenslagen absoluten Gehorsam den Weisungen der Kirche gegenüber abverlangte. Den Gläubigen wurde das Recht abgesprochen, Gott nach ihrem eigenen Gewissen und Bibelverständnis zu verehren. Sie hinterfragten das jenseitsgewandte, asketisch monastische Ideal, welches die Schöpfung, die Naturwissenschaften und das praktische Leben abwertete. Aufgrund dieser Missstände lehnten sich viele Christen des Mittelalters gegen die herrschaftlichen Strukturen des Papsttums auf.

Als die Europäer des Mittelalters das äußere Verlangen ihrer Ursprünglichen Natur zu verwirklichen suchten, begannen sie auch, ihrem unterdrückten inneren Verlangen nachzugehen. Sie verlangten nach einer Neubelebung des frühchristlichen Geistes, als die Gläubigen, angeleitet durch die Worte Jesu und der Apostel, voll Eifer nach Gottes Willen zu leben trachteten.

Diese mittelalterliche Bewegung zur Neubelebung des Hebraismus begann mit John Wyclif (1324-1384), einem Theologieprofessor an der Universität Oxford, der die Bibel ins Englische übersetzte. Er behauptete, dass weder der Papst noch die Priester über den Glauben zu bestimmen hätten, sondern einzig die Bibel selbst. Er legte dar, dass viele Dogmen, Zeremonien und Regeln der Kirche nicht aus der Schrift abgeleitet werden könnten, und prangerte die Priesterschaft wegen ihrer Dekadenz, ihrer Ausbeutung des Volkes und ihres Machtmissbrauches an.

Die protestantische Reformation hat ihre Wurzel daher im England des 14. Jahrhunderts, als die päpstliche Würde an einem Tiefpunkt angelangt war. Ähnliche Reformbestrebungen entstanden im 15. Jahrhundert in Böhmen und Italien; doch sie wurden unterdrückt und ihre Führer hingerichtet. Um Geld für den Bau der Peterskirche aufzubringen, begann Papst Leo X., Ablässe zu verkaufen, die nach katholischer Lehre die Sündenstrafe im nächsten Leben erlassen würden. Als dieser Ablass 1517 in Deutschland verkündet wurde, führte das zu einer Protestbewegung gegen diesen Missbrauch, die in der protestantischen Reformation unter der Führung von Martin Luther (1483-1546), einem Professor für biblische Theologie an der Universität Wittenberg, ihren Höhepunkt erreichte. Die Flammen der Reformation schlugen hoch und breiteten sich bald auf die Schweiz unter der Führung von Huldrych Zwingli (1484-1531), auf Frankreich unter Johannes Calvin (1509-1564) und auf England und die Niederlande aus.

Die Religionskriege, die sich um die protestantische Bewegung herum bewegten, dauerten mehr als 100 Jahre, bis 1648 der Westfälische Friede den Dreißigjährigen Krieg beendete. In Nordeuropa siegte der Protestantismus, während unter den Völkern Südeuropas die römisch-katholische Kirche ihren Einfluss festigte.

Der Dreißigjährige Krieg zwischen Protestanten und Katholiken wurde auf deutschem Boden ausgetragen. Doch dieser Konflikt war nicht nur ein Religionskrieg. Er war mehr als das: Er war ein politischer und ziviler Konflikt, der das Geschick der deutschen Staaten entscheiden sollte. Der Westfälische Friede, der diesen Krieg beendete, war sowohl eine religiöse Schlichtung, die ein Übereinkommen zwischen Protestanten und Katholiken zur Folge hatte, als auch eine politische Regelung, welche die internationalen territorialen Kontroversen zwischen Nationen wie Österreich, Frankreich, Schweden und Spanien löste.