Abschnitt 3. Die Perioden des Zeitalters der Vorsehung der Wiederherstellung und ihre Dauer
Das Zeitalter der Vorsehung der Wiederherstellung, welches das Zeitalter der abbildhaften Parallelen war, sollte durch Wiedergutmachung das Zeitalter der Vorsehung für das Fundament der Wiederherstellung, das Zeitalter der symbolischen Parallelen, wiederherstellen. Wir wollen nun die Perioden in diesem Zeitalter untersuchen und erläutern, wie ihre Dauer bestimmt wurde.
3.1 Die 400-jährige Periode der Sklaverei in Ägypten
Nachdem die 40 Tage der Sintflut zur Trennung von Satan erfüllt waren, errichtete Noach das Glaubensfundament. Als dieses Fundament wegen Hams Fehler zunichte gemacht worden war, versuchte Gott, Abraham in dieselbe Position wie Noach zu bringen. Er beauftragte ihn, ein symbolisches Opfer zu bringen, wobei er auf jenem Fundament stand, das durch die dazwischenliegenden 400 Jahre errichtet worden war. Doch wegen Abrahams Fehler wurde dieses Fundament von Satan entweiht. Um dieses Fundament von 400 Jahren zurückzugewinnen, ließ Gott die Israeliten 400 Jahre Sklaverei in Ägypten (Gen 15,13; vgl. Fundament 3.1.2.1) erleiden, um sie von Satan zu trennen. Die Periode der Sklaverei in Ägypten war die abbildhafte Parallele zur Periode der 1600 Jahre von Adam bis Noach im Zeitalter der symbolischen Parallelen. Diese frühere Periode sollte durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederhergestellt werden.
3.2 Die 400-jährige Periode der Richter
Es wird berichtet, dass König Salomo 480 Jahre nach dem Auszug aus Ägypten im vierten Jahr seiner Regierung mit dem Bau des Tempels begann. (1 Kön 6,1) Da König Salomo der 40-jährigen Herrschaft König Sauls (Apg 13,21) und der 40-jährigen Herrschaft König Davids folgte, können wir schließen, dass zwischen der Ankunft der Israeliten in Kanaan und der Einsetzung Sauls als König ungefähr 400 Jahre lagen. Dies war die Periode der Richter.
Die Israeliten unter Mose sollten das durch ihre Sklaverei in Ägypten errichtete Fundament der Trennung von Satan sichern und dadurch auf nationaler Ebene das Fundament der Trennung von Satan, auf dem Abraham gestanden war, das Fundament, das während der 400 Jahre von Noach bis Abraham errichtet worden war, wiederherstellen. Doch nachdem sie unter der Führung Josuas, Moses Nachfolger, nach Kanaan gekommen waren, verloren sie abermals den Glauben und ermöglichten es dadurch Satan, dieses 400-jährige Fundament wieder zu entweihen. Die Israeliten mussten eine weitere Periode der Trennung von Satan auf sich nehmen, bevor sie dieses Fundament durch Wiedergutmachung wiederherstellen konnten. Die Periode der Richter, die vom Eintreffen der Israeliten in Kanaan bis zur Einsetzung Sauls als König ungefähr 400 Jahre dauerte, diente diesem Zweck.
Die Periode der Richter war die abbildhafte Parallele zu den 400 Jahren von Noach bis Abraham im Zeitalter der symbolischen Parallelen. Durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen sollte diese frühere Periode wiederhergestellt werden.
3.3 Die 120-jährige Periode des Vereinigten Königreiches
Das Zeitalter der Vorsehung der Wiederherstellung musste festgelegt werden, um durch Wiedergutmachung das Zeitalter der Vorsehung für das Fundament der Wiederherstellung wiederherzustellen. Abraham, der dieses Zeitalter der Vorsehung begann, stand in der Position Adams; Mose war in der Position Noachs; König Saul stand in der Position Abrahams. Abraham lebt te in einem Zeitalter des Übergangs. Er war einerseits dafür verantwortlich, das Zeitalter der Vorsehung für das Fundament der Wiederherstellung zu vollenden und andererseits das Zeitalter der Vorsehung der Wiederherstellung zu beginnen. Abraham wurde berufen, das Fundament für den Messias auf der Familienebene als Basis für das Fundament für den Messias auf nationaler Ebene zu errichten. Gott musste das Fundament für den Messias auf der Familienebene in Abrahams Tagen unbedingt errichten, denn es war Sein dritter Versuch. In ähnlicher Weise wirkte Gott zur Zeit König Sauls, um das Fundament für den Messias auf nationaler Ebene beim dritten Mal zu errichten. Daher musste Gott auch diese Vorsehung unbedingt erfüllen.
Abraham stellte wegen seines Fehlers beim symbolischen Opfer all die Bedingungen, die er von Noachs Weg in Form der verschiedenen zahlenmäßigen Perioden für die Wiederherstellung des Glaubensfundaments ererbt hatte, nicht gleichzeitig wieder her. Im Einzelnen handelte es sich um 120 Jahre, 40 Tage, 21 Tage und noch einmal 40 Tage. Daher musste die horizontale Wiederherstellung dieser Perioden vertikal verlängert werden. Sie wurden zu aufeinander folgenden Wiedergutmachungsperioden von 120, 40, 21 und 40 Jahren in den Generationen von Abrahams Familie. König Saul sollte Abrahams Position auf nationaler Ebene wiederherstellen. Durch den Tempelbau hätte König Saul in kurzer Zeit all die Wiedergutmachungsbedingungen in Form von zahlenmäßigen Wiedergutmachungsperioden wiederherstellen sollen, die festgelegt worden waren, um das Glaubensfundament aus Moses Zeit wiederherzustellen. Dies beinhaltete: 120 Jahre (die drei Wege in Moses Leben von je 40 Jahren), 40 Tage (Moses Fastenzeit), 21 Tage (der erste Weg der Wiederherstellung Kanaans auf nationaler Ebene) und 40 Jahre (die Wüstenwanderung auf dem Weg der Wiederherstellung Kanaans auf nationaler Ebene). Allerdings war König Saul ungehorsam (1 Sam 15,11-23) und erfüllte Gottes Willen nicht. Wie zur Zeit Abrahams musste die horizontale Wiederherstellung dieser Wiedergutmachungsperioden vertikal in aufeinander folgende Perioden verlängert werden: die 120 Jahre des Vereinigten Königreiches, die 400 Jahre des Geteilten Königreiches (Nord- und Südreich), die 210 Jahre des israelitischen Exils und Rückkehr und die 400 Jahre Vorbereitung auf die Ankunft des Messias. Nach all diesen Zeitperioden war Israel schließlich vorbereitet, den Messias zu empfangen.
Die Periode des Vereinigten Königreiches sollte Moses 120 Lebensjahre wiederherstellen, in denen er dreimal versucht hatte, das Glaubensfundament für den Weg der Wiederherstellung Kanaans auf nationaler Ebene zu errichten. Wir wollen diese Parallelen eingehender untersuchen.
Nachdem die Israeliten 400 Jahre Sklaverei zur Trennung von Satan erduldet hatten, errichtete Mose während seiner 40 Lebensjahre im Palast des Pharao das Glaubensfundament. Daraufhin versuchte er das Volk in das Land Kanaan zu führen, wo er den Tempel bauen sollte. Doch wegen des Unglaubens des Volkes wurde dieser Weg zweimal verlängert. Mose musste erneut das Glaubensfundament durch sein 40-jähriges Leben in der Wüste von Midian errichten und ein weiteres Mal durch die 40-jährige Wüstenwanderung. Auch Saul wurde als König von Israel erst eingesetzt, nachdem die Israeliten die 400 Jahre Sklaverei in Ägypten durch die 400-jährige Periode der Richter wiederhergestellt hatten. Während seiner 40-jährigen Regierungszeit sollte König Saul das Glaubensfundament errichten und damit durch Wiedergutmachung Moses 40 Lebensjahre im Palast des Pharao wiederherstellen. Danach sollte er den Tempel bauen. Doch als König Saul den Glauben verlor, wurde Gottes Wille hinsichtlich des Tempelbaus um zwei Regierungsperioden zu je 40 Jahren, nämlich jene von König David und König Salomo, verlängert. Das ergibt insgesamt 120 Jahre für die Periode des Vereinigten Königreiches.
Diese Periode war die abbildhafte Parallele zur 120-jährigen Periode im Zeitalter der symbolischen Parallelen von dem Zeitpunkt an, da Abraham Haran verließ, bis Jakob das Erstgeburtsrecht von seinem Bruder erwarb. Diese frühere Periode sollte durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederhergestellt werden. Und so wie die Vorsehung, die mit Abraham begonnen hatte, erst nach ihrer Verlängerung durch Isaak und Jakob erfüllt wurde, so wurde Gottes Vorsehung für den Bau des Tempels, die mit König Saul begonnen hatte, auf die Könige David und Salomo erweitert, bevor sie schließlich erfüllt werden konnte.
3.4 Die 400-jährige Periode des Geteilten Königreiches von Nord und Süd
Hätte König Saul die Vorsehung der Errichtung des Tempels während seiner 40-jährigen Regierungszeit erfüllt, wäre unter den Wiedergutmachungsperioden, die er horizontal wiederhergestellt hätte, Moses 40-tägiges Fasten gewesen, das durchgeführt worden war, um das Wort zurückzuerlangen, so wie es auf den Steintafeln offenbart worden war. Als König Saul seinen Glauben verlor, musste diese Wiedergutmachungsperiode wiederhergestellt werden, und zwar als eine vertikale Verlängerung der horizontalen Wiederherstellung. Das war die Ursache für die Periode des Geteilten Königreiches von Nord und Süd, die ungefähr 400 Jahre dauerte. Sie begann, als das Vereinigte Königreich in Israel im Norden und Juda im Süden geteilt wurde, und dauerte, bis das Volk von Juda ins Exil nach Babylon gebracht wurde.
Diese Periode war die abbildhafte Parallele zu der 40-jährigen Periode im Zeitalter der symbolischen Parallelen, als Jakob das Erstgeburtsrecht von Esau erwarb, bis zu dem Zeitpunkt, als er den Segen von Isaak und Gott (Gen 28,13) erhielt und nach Haran ging. Sie sollte diese frühere Periode durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederherstellen.
3.5 Die 210-jährige Periode des israelitischen Exils und Rückkehr
Das Volk des nördlichen Königreiches Israel brach seinen Bund mit Gott und wurde in der Folge von den Assyrern in die Gefangenschaft verschleppt. Auch das Volk des südlichen Königreiches Juda sündigte gegen Gott. Die Folge war, dass es vom babylonischen König Nebukadnezzar ins Exil gebracht wurde. Nach nahezu siebzigjähriger Gefangenschaft fiel Babylon unter die Herrschaft des Perserkönigs Kyrus, der ein königliches Dekret erließ, das dem jüdischen Volk die Freiheit gewährte. Von da an begann es in Etappen nach Jerusalem zurückzukehren und den Tempel neu aufzubauen. Der Schriftgelehrte Esra führte die letzte Gruppe Juden nach Jerusalem und Nehemia baute die Stadtmauern wieder auf. Von den Prophezeiungen Maleachis (Mal 3,23) inspiriert, begann das Volk Vorbereitungen zu treffen, um den Messias zu empfangen. Diese Periode endete ungefähr 210 Jahre, nachdem die Israeliten in das babylonische Exil geführt worden waren, und etwa 140 Jahre nach ihrer Befreiung durch die Perser. Das war die Periode des israelitischen Exils und Rückkehr.
Hätte König Saul die Vorsehung des Tempelbaus erfüllt, wäre eine der Wiedergutmachungsperioden, die er horizontal erfüllt hätte, die 21tägige Periode gewesen, innerhalb der Mose die Israeliten auf dem ersten nationalen Weg von Ägypten nach Kanaan hätte führen sollen. Nachdem König Saul seinen Glauben verloren hatte und diese Vorsehung gescheitert war, musste diese Wiedergutmachungsperiode wiederhergestellt werden, und zwar als vertikale Verlängerung der horizontalen Wiederherstellung. Diesem Zweck diente die 210-jährige Periode des israelitischen Exils und Rückkehr.
Diese Periode war die abbildhafte Parallele zu der 21-jährigen Periode im Zeitalter der symbolischen Parallelen, die sich von der Zeit, als Jakob den Segen des Erstgeborenen von Isaak empfing, bis zu jenem Zeitpunkt erstreckte, da er nach Kanaan zurückkehrte. Sie sollte jene frühere Periode durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederherstellen. Sie sollte drei siebenjährige Perioden wiederherstellen: Nach seiner Ankunft in Haran arbeitete Jakob sieben Jahre, um Rahel zu heiraten; doch ihm wurde Lea gegeben. Jakob arbeitete weitere sieben Jahre für Rahel. Danach arbeitete er wiederum sieben Jahre und erwarb Reichtümer, bevor er nach Kanaan zurückkehrte. (Gen 31,41)
3.6 Die 400-jährige Periode der Vorbereitung auf die Ankunft des Messias
Nachdem das jüdische Volk aus dem Exil in seine Heimat Israel zurückgekehrt war, erneuerte es seinen Glauben, baute die Stadtmauern wieder auf und begann auf der Grundlage von Maleachis Prophezeiung, sich als Nation auf den Messias vorzubereiten. Von diesem Zeitpunkt an bis zur Geburt Jesu gab es eine Periode von 400 Jahren, die Periode der Vorbereitung auf die Ankunft des Messias.
Hätte König Saul die Vorsehung erfüllt und den Tempel erbaut, wäre eine der Wiedergutmachungsbedingungen, die er horizontal durch Wiedergutmachung wiederhergestellt hätte, die 40-jährige Wüstenwanderung im dritten nationalen Weg gewesen. Nachdem König Saul seinen Glauben verloren hatte und diese Vorsehung gescheitert war, musste diese 40-jährige Wiedergutmachungsperiode wiederhergestellt werden, und zwar als eine vertikale Verlängerung der horizontalen Wiederherstellung. So entstand die 400-jährige Periode der Vorbereitung auf die Ankunft des Messias.
Diese Periode war die abbildhafte Parallele zur 40-jährigen Periode im Zeitalter der symbolischen Parallelen, die sich von der Zeit, da Jakob nach Kanaan zurückkehrte, bis zu jenem Zeitpunkt erstreckte, als seine Familie auf Einladung seines Sohnes Josef nach Ägypten kam. Sie sollte jene frühere Periode durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederherstellen.
- Abschnitt 1. Parallele Perioden der Vorsehung
- Abschnitt 2. Die Anzahl der Generationen oder Jahre in den Perioden des Zeitalters der Vorsehung für das Fundament der Wiederherstellung
- Abschnitt 3. Die Perioden des Zeitalters der Vorsehung der Wiederherstellung und ihre Dauer
- Abschnitt 4. Die Perioden des Zeitalters der Verlängerung der Vorsehung der Wiederherstellung und ihre Dauer