Abschnitt 4. Die Perioden des Zeitalters der Verlängerung der Vorsehung der Wiederherstellung und ihre Dauer
Das Zeitalter der Verlängerung der Vorsehung der Wiederherstellung muss durch substanzielle Parallelen das Zeitalter der Vorsehung der Wiederherstellung, das ist die Zeit der abbildhaften Parallelen, wiederherstellen. Da die Perioden dieses Zeitalters durch Wiedergutmachung die entsprechenden Perioden des vorangegangenen Zeitalters wiederherstellen sollten, entwickelten sich diese Perioden sowohl hinsichtlich ihres Aufbaus als auch ihrer zeitlichen Dauer parallel.
4.1 Die 400-jährige Periode der Verfolgung im Römischen Reich
Zu Beginn des Neuen-Testament-Zeitalters kam Jesus, um den Willen zu erfüllen, mit dem Abraham, der Vater des Glaubens, am Anfang des Alten-Testament-Zeitalters betraut worden war. Wir erinnern uns, dass die Israeliten 400 Jahre Sklaverei in Ägypten erleiden mussten, um das Glaubensfundament, das wegen Abrahams Fehler beim symbolischen Opfer zunichte gemacht worden war, auf nationaler Ebene wiederherzustellen. Die ersten Christen machten eine vergleichbare Leidenszeit durch, um das Glaubensfundament wiederherzustellen, das wegen des Fehlers des jüdischen Volkes, Jesus als dem lebendigem Opfer nicht in der rechten Weise nachzufolgen, zerstört worden war. Dies waren die 400 Jahre, in denen die Christen im Römischen Reich verfolgt wurden.
Als 313 n. Chr. Kaiser Konstantin das Christentum formell als eine rechtsgültige Religion anerkannte, hörte die Verfolgung auf. 392 n. Chr. erhob Kaiser Theodosius I. das Christentum zur Staatsreligion. Diese Periode war die substanzielle Parallele zur 400-jährigen Sklaverei der Israeliten in Ägypten. Ihr Zweck bestand darin, jene frühere Periode durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederherzustellen.
4.2 Die 400-jährige Periode der regionalen Kirchenleitung
Die nächste Periode des Zeitalters der Vorsehung der Wiederherstellung war die Periode der Richter. In dieser Zeit standen Richter den israelitischen Stämmen vor. Da das Zeitalter der Verlängerung der Vorsehung der Wiederherstellung das Zeitalter der substanziellen Parallelen war, sollte es eine Periode von 400 Jahren enthalten, die mit jener der Richter vergleichbar ist. Was hier die Periode der regionalen Kirchenleitung genannt wird, begann mit der Erhebung des Christentums zur Staatsreligion im Römischen Reich und endete mit der Krönung Kaiser Karls des Großen 800 n. Chr. In dieser Periode wurden die Menschen von regionalen Kirchenleitern wie Patriarchen, Bischöfen und Äbten geführt, die vielfältige Aufgaben hatten, vergleichbar mit den Richtern in Israel. Diese Periode war die substanzielle Parallele zur 400-jährigen Periode der Richter. Ihr Zweck bestand darin, jene frühere Periode durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederherzustellen.
4.3 Die 120-jährige Periode des christlichen Reiches
Als sich die Menschen in Israel zu einer einzigen Nation unter König Sauls Führung zusammenschlossen, begann die 120-jährige Periode des Vereinigten Königreiches, das unter der Regierung von König David und und König Salomo weitergeführt wurde. Die parallele 120-jährige Periode des Christlichen Reiches, auch Karolingisches Reich genannt, begann 800 n. Chr., als Karl der Große zum Kaiser gekrönt wurde. Es endete 919 n. Chr., als seine königliche Linie in der östlichen Hälfte des Reiches ausstarb und Heinrich I. zum König der deutschen Länder gewählt wurde. Diese Periode war die substanzielle Parallele zur 120-jährigen Periode des Vereinigten Königreiches. Ihr Zweck bestand darin, jene frühere Periode durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederherzustellen.
4.4 Die 400-jährige Periode des Geteilten Königreiches von Ost und West
Da die Israeliten in der Periode des Vereinigten Königreiches die Heiligkeit des Tempels nicht angemessen wahrten, wurde das Königreich schließlich in zwei Reiche aufgeteilt: Israel im Norden und Juda im Süden. Damit begann die 400-jährige Periode des Geteilten Königreiches von Nord und Süd. Im Zeitalter der Verlängerung der Vorsehung der Wiederherstellung wurde das Karolingische Reich in zwei Königreiche aufgeteilt: das Heilige Römische Reich Deutscher Nation im Osten und Frankreich im Westen. Obwohl das Karolingische Reich bei seiner ersten Teilung in die Königreiche der Ostfranken, der Westfranken und Italien gespalten wurde, fiel Italien bald unter die Herrschaft der Ostfranken und bildete mit ihnen zusammen das Heilige Römische Reich, während die Westfranken sich als das französische Königreich etablierten. Diese 400-jährige Periode des Geteilten Königreiches von Ost und West begann mit der Teilung des Christlichen Reiches 919 und endetet 1309, als der Sitz des Papsttums nach Avignon im heutigen Südfrankreich verlegt wurde. Diese Periode war die substanzielle Parallele zur 400-jährigen Periode des Geteilten Königreiches von Nord und Süd. Ihr Zweck war die Wiederherstellung jener früheren Periode durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen.
4.5 Die 210-jährige Periode des päpstlichen Exils und Rückkehr
Während der Periode des Geteilten Königreiches von Nord und Süd ging das Königreich Israel im Norden unter den Assyrern zugrunde, weil seine Bevölkerung korrupt wurde und dem Götzendienst verfiel. Auch das Königreich Juda im Süden verlor seinen Glauben und hörte auf, den Tempel zu heiligen; infolgedessen wurde seine Bevölkerung in das Exil nach Babylon, die satanische Welt, gebracht. In den darauf folgenden 210 Jahren ertrugen sie das Exil, kehrten nach Israel zurück, bauten den Tempel wieder auf und erneuerten den Bund. Die parallele Periode des päpstlichen Exils und Rückkehr dauerte auch ungefähr 210 Jahre. Sie begann 1309 n. Chr., als das Papsttum korrupt geworden war und Papst Clemens V. gezwungen wurde, den päpstlichen Sitz von Rom nach Avignon zu verlegen und dort als Untertan der Könige von Frankreich zu leben. Diese Periode setzte sich auch noch nach der Rückkehr des Papstes nach Rom fort, bis 1517 die protestantische Reformation begann. Die Periode von 210 Jahren war die substanzielle Parallele zur 210-jährigen Periode des israelitischen Exils und Rückkehr. Ihr Zweck bestand darin, jene frühere Periode durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederherzustellen.
4.6 Die 400-jährige Periode der Vorbereitung auf die Wiederkunft des Messias
Nach seiner Befreiung aus dem babylonischen Exil und seiner Rückkehr nach Jerusalem reformierte das jüdische Volk sein religiöses und politisches Leben. Ausgehend von den Prophezeiungen Maleachis, begann es mit den Vorbereitungen, um den Messias zu empfangen. Nach der 400-jährigen Periode der Vorbereitung auf die Ankunft des Messias kam Jesus zum jüdischen Volk. Damit im Zeitalter der Verlängerung der Vorsehung der Wiederherstellung diese Periode durch Wiedergutmachung wiederhergestellt werden kann, erwarten wir eine parallele 400-jährige Periode der Vorbereitung auf die Wiederkunft des Messias. Tatsächlich begann sie 1517 mit Martin Luther und der protestantischen Reformation und dauerte bis zur Wiederkunft Christi auf Erden. Als substanzielle Parallele zur 400-jährigen Vorbereitung auf die Ankunft des Messias besteht ihr Zweck darin, jene frühere Periode durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederherzustellen.
- Abschnitt 1. Parallele Perioden der Vorsehung
- Abschnitt 2. Die Anzahl der Generationen oder Jahre in den Perioden des Zeitalters der Vorsehung für das Fundament der Wiederherstellung
- Abschnitt 3. Die Perioden des Zeitalters der Vorsehung der Wiederherstellung und ihre Dauer
- Abschnitt 4. Die Perioden des Zeitalters der Verlängerung der Vorsehung der Wiederherstellung und ihre Dauer