Studium und Praxis des Prinzips
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Kapitel 6.

Die Wiederkunft

Jesus hat in klaren Worten über seine Wiederkunft gesprochen. (Mt 16,27) Allerdings sagte er auch, dass keiner den Tag und die Stunde seiner Wiederkunft kenne, weder die Engel, nicht einmal er selbst. (Mt 24,36) Daher hielt man es im Allgemeinen für unklug, Vermutungen über Zeitpunkt, Ort und Art der Wiederkunft anzustellen.

Dennoch können wir aus den Worten Jesu „Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater“ (ebenda) und aus dem Bibelvers „Nichts tut Gott, der Herr, ohne dass er seinen Knechten, den Propheten, zuvor seinen Ratschluss offenbart hat“ (Am 3,7) schließen, dass Gott, der Tag und Stunde kennt, alle Geheimnisse über die Wiederkunft Seinen Propheten offenbaren wird, bevor Er Sein Vorhaben ausführt.

Obwohl Jesus sagte, dass der Herr wie ein Dieb kommen werde (Off 3,3), steht auch geschrieben, dass er für jene, die im Licht sind, nicht heimlich wie ein Dieb kommen wird (1 Thess 5,4).

Wenn wir die Ereignisse überdenken, die sich bei Jesu erstem Kommen abspielten, stellen wir fest, dass er für die Priester und Schriftgelehrten, die im Dunkeln waren, wie ein Dieb kam; doch der Familie von Johannes dem Täufer, die im Licht lebte, offenbarte Gott die Geburt Jesu unmissverständlich im Voraus. Als Jesus geboren war, enthüllte Gott dieses Geheimnis den drei Weisen, Simeon, Hanna und den Hirten. Jesus sagte: Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht, (so) wie (man in) eine Falle (gerät); denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt. (Lk 21,34-36) Da das Geheimnis um Zeit, Ort und Art seiner Wiederkunft den gläubigen Menschen, die wachsam sind, geoffenbart wird, legt ihnen Jesus eindringlich nahe, dass sie sich auf den Tag der Wiederkunft vorbereiten sollen.

In der Vorsehung der Wiederherstellung hat Gott seinen Propheten immer geoffenbart, was Er plante, bevor Er es durchführte. Die Sintflut zur Zeit Noachs, der Untergang von Sodom und Gomorra sowie die Geburt Jesu sind nur einige Beispiele.

Folglich wird Gott aufrichtigen Gläubigen, die im Licht sind und Ohren haben, um zu hören und Augen, um zu sehen, mit Sicherheit die Wiederkunft des Herrn prophezeien. Wie geschrieben steht: In den letzten Tagen wird es geschehen, so spricht Gott: Ich werde von meinem Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und eure Töchter werden Propheten sein, eure jungen Männer werden Visionen haben, und eure Alten werden Träume haben. (Apg 2,17)

Inhaltsverzeichnis
  1. Abschnitt 1. Wann wird Christus wiederkommen?
  2. Abschnitt 2. Wie wird Christus wiederkommen?
  3. Abschnitt 3. Wo wird Christus wiederkommen?
  4. Abschnitt 4. Parallelen zwischen den Tagen Jesu und heute
  5. Abschnitt 5. Die verwirrende Sprachenvielfalt und die Notwendigkeit ihrer Vereinigung