Abschnitt 2. Die Vorsehung der Auferstehung
2.1 Wie führt Gott die Auferstehung durch?
Auferstehung beschreibt den Prozess, wodurch eine gefallene Person zum ursprünglichen, von Gott beabsichtigten Zustand wiederhergestellt wird. Die Vorsehung der Auferstehung ist also gleichbedeutend mit der Vorsehung der Wiederherstellung. Da die Vorsehung der Wiederherstellung Gottes Werk der Neuschöpfung ist, ist Auferstehung ein Werk der Neuschöpfung. Daher wird die Vorsehung der Auferstehung in Übereinstimmung mit dem Schöpfungsprinzip durchgeführt und zwar so, wie im Folgenden beschrieben.
Erstens: In der Geschichte der Vorsehung der Auferstehung haben sich viele jener Menschen, denen eine Mission anvertraut war, mit größtem Ernst und tiefem Glauben darum bemüht, den Willen des Himmels zu verwirklichen. Obwohl sie ihre Verantwortung vielleicht nicht völlig erfüllten, erweiterten sie durch ihre Hingabe das Fundament, auf dem spätere Generationen eine Herzensbeziehung zu Gott aufbauen konnten. Dieses Fundament nennen wir die Gnade des Zeitalters in der Vorsehung der Wiederherstellung. Die Gnade des Zeitalters hat in der Geschichte proportional zur Herzensgrundlage, die von Propheten, Weisen sowie gerechten Frauen und Männern früherer Zeit geschaffen worden ist, zugenommen. Auferstehung wird daher auf der Grundlage der Gnade des Zeitalters durchgeführt.
Zweitens: Nach dem Schöpfungsprinzip war es Gottes Verantwortung, den Menschen zu schaffen und ihm Sein Wort zu geben, während des Menschen Verantwortung darin lag, durch Glauben und Tun des Wortes vollkommen zu werden. Dementsprechend ist es für die Durchführung der Vorsehung der Auferstehung Gottes Verantwortung, uns Sein Wort und Seine Führung zukommen zu lassen, während uns die Verantwortung zufällt, daran zu glauben und danach zu handeln, um die Vorsehung zu erfüllen.
Drittens: Gemäß dem Schöpfungsprinzip kann das Geistige Selbst einer Person nur mit Hilfe des Physischen Selbst vollkommen werden. Gleichermaßen kann in der Vorsehung der Auferstehung die Auferstehung eines Geistmenschen nur durch irdisches Leben erfolgen.
Viertens: Gemäß dem Schöpfungsprinzip soll der Mensch durch die drei geordneten Stufen der Wachstumsperiode Vollkommenheit erreichen. Also muss auch die Vorsehung der Auferstehung gefallener Menschen zur Vollkommenheit in drei geordneten Stufen der Wachstumsperiode ablaufen, die sich in drei Zeitaltern der Vorsehung der Wiederherstellung zeigen.
2.2 Die Vorsehung der Auferstehung der Menschen auf Erden
2.2.1 Die Vorsehung für das Fundament der Auferstehung
Gott begann Seine Vorsehung der Auferstehung der gefallenen Menschheit in Adams Familie. Doch die Vorsehung musste verlängert werden, weil die Personen, welche Gottes Willen nachkommen sollten, ihre Verantwortung nicht erfüllten. 2000 biblische Jahre später erwählte Gott Abraham als Vater des Glaubens und durch ihn begann sich der Wille Gottes zu erfüllen. Daher war das Ziel der 2000 Jahre von Adam bis Abraham, dass das Fundament errichtet wurde, auf welchem Gott Seine Vorsehung der Auferstehung im folgenden Zeitalter beginnen konnte. Aus diesem Grund können wir diese Epoche das Zeitalter der Vorsehung für das Fundament der Auferstehung bezeichnen.
2.2.2 Die Vorsehung der Auferstehung in die Gestaltungsstufe
In den 2000 Jahren zwischen Abraham und Jesus arbeitete Gott daran, Menschen zur Gestaltungsstufe der Auferstehung heranzuführen. Diese Epoche können wir daher das Zeitalter der Vorsehung der Auferstehung in die Gestaltungsstufe nennen. Alle Menschen, die während dieser Epoche auf Erden lebten, konnten die Gnade des Zeitalters auf der Grundlage von Gottes Werk für die Auferstehung in die Gestaltungsstufe empfangen. In dieser Epoche gab Gott das Gesetz des Alten Testaments. Die Menschen konnten ihre Verantwortung erfüllen und sich vor Gott rechtfertigen, wenn sie an das Gesetz glaubten und es befolgten. Daher wird diese Epoche als Zeitalter der Rechtfertigung durch Werke bezeichnet.
Die Menschen jener Zeit, die in ihrem täglichen Leben das Gesetz befolgten, erfuhren geistige Auferstehung in die Gestaltungsstufe und wurden zu Geistmenschen der Gestaltungsstufe. Nach ihrem Tod gingen Menschen, die auf Erden die Ebene von Geistmenschen der Gestaltungsstufe (Formgeister) erlangt haben, in den Bereich der Gestaltungsstufe in der Geistigen Welt ein und existieren auf dieser Ebene.
2.2.3 Die Vorsehung der Auferstehung in die Entwicklungsstufe
Infolge der Kreuzigung Jesu blieb die Auferstehung unvollständig und ihre Vollendung wurde bis zur Zeit der Wiederkunft verschoben. Die 2000 Jahre nach Christus waren eine Verlängerungsperiode, in deren Verlauf Gott mit Hilfe der Vorsehung daran arbeitete, Menschen durch geistige Erlösung zur Auferstehung in die Entwicklungsstufe zu führen. Daher kann diese Epoche das Zeitalter der Vorsehung der Auferstehung in die Entwicklungsstufe genannt werden. Alle Menschen, die in dieser Epoche gelebt haben, können die Gnade des Zeitalters auf der Grundlage von Gottes Werk für die Auferstehung in die Entwicklungsstufe empfangen. In dieser Epoche müssen die Menschen an das Wort des Neuen Testaments glauben, das ihnen Gott gab, damit sie ihre Verantwortung in der Vorsehung erfüllen und vor Gott gerechtfertigt sind. Daher wird diese Epoche auch das Zeitalter der Rechtfertigung durch den Glauben genannt.
Menschen jener Epoche konnten geistig auferstehen, wenn sie während ihres irdischen Lebens an das Evangelium glaubten. Durch die Auferstehung in die Entwicklungsstufe konnten sie sich zu Geistmenschen der Entwicklungsstufe (Lebensgeister) entwickeln. Nach ihrem Tod werden jene, die auf Erden zu Lebensgeistern wurden, ins Paradies, den Bereich der Lebensgeister in der Geistigen Welt, eingehen.
2.2.4 Die Vorsehung der Auferstehung in die Vollendungsstufe
Die Epoche, in der Menschen sowohl geistig wie physisch durch den wiedergekehrten Christus Auferstehung erfahren und die Vorsehung der Auferstehung abschließen, wird Zeitalter der Vorsehung der Auferstehung in die Vollendungsstufe genannt. Alle Menschen dieser Epoche können die Gnade des Zeitalters auf der Grundlage von Gottes Arbeit für die Auferstehung in die Vollendungsstufe empfangen. Christus bringt bei seiner Wiederkunft die neue Wahrheit, um die Versprechen des Alten und Neuen Testaments einzulösen. Die Zeit nach der Wiederkunft kann als Erfülltes Testament (vgl. Eschatologie 5.1) bezeichnet werden. Im Glauben an diese Wahrheit sollen Menschen dem Herrn auf Erden mit ganzem Herzen dienen und ihm folgen, so dass sie ihre Verantwortung für die Vorsehung erfüllen und vor Gott gerechtfertigt werden.
Daher wird diese Epoche das Zeitalter der Rechtfertigung durch Nachfolge genannt. Indem sie dem Herrn glauben, ihm dienen und sein Werk unterstützen, werden Menschen dieser Epoche als Geistmenschen der Vollendungsstufe (göttliche Geister) vollständig geistig und physisch auferstehen und im Himmelreich auf Erden leben. Legen sie ihre physischen Körper ab, so steigen sie als Geistmenschen in das Himmelreich der Geistigen Welt auf und leben dort im göttlichen Bereich der Geistigen Welt.
2.2.5 Himmelreich und Paradies
Einige Christen haben unklare Vorstellungen bezüglich Himmelreich und Paradies, weil sie das Prinzip nicht vollständig verstehen. Hätte Jesus seine Mission als Messias auf Erden vollendet, so wäre das Himmelreich in seinen Tagen auf Erden verwirklicht worden. Auch das Himmelreich in der Geistigen Welt wäre dann Realität geworden — sobald einmal Menschen vollkommenen Charakters nach ihrem Leben im Himmelreich auf Erden als Geistmenschen der Vollendungsstufe in die Geistige Welt hinübergegangen wären. Doch weil Jesus am Kreuz starb, wurde das Himmelreich auf Erden nicht Wirklichkeit. Die Erde erlebte nie Menschen, die das Niveau eines göttlichen Geistes erlangt hatten. Niemand wurde jemals Bürger des himmlischen Königreiches in der Geistigen Welt, wo die göttlichen Geistmenschen ihr Zuhause haben. Daher bleibt das Himmelreich in der Geistigen Welt unbewohnt und unvollendet.
Warum deutete Jesus an, dass jeder, der an ihn glaubt, ins Himmelreich eingehen werde? Der ursprüngliche Zweck, weswegen er auf die Erde kam, war die Errichtung des himmlischen Königreiches. Doch wegen des Unglaubens der Menschen starb Jesus am Kreuz, bevor er das Königreich errichten konnte. Jesus versprach dem Dieb zu seiner Rechten, er werde mit ihm ins Paradies eingehen. (Lk 23,43) Dieser Dieb war der einzige Mensch, der am Ende an Jesus glaubte, als alle ihn im Stich gelassen hatten.
Solange Jesus noch Hoffnung hatte, er könne seine Mission als Messias erfüllen, predigte er, dass die Menschen ins Himmelreich gelangen könnten. Doch als er schließlich am Kreuz starb, ohne sein Ziel erreicht zu haben, versprach er dem Dieb nur das Paradies. Paradies bezeichnet den Bereich in der Geistigen Welt, der Geistmenschen vorbehalten ist, die die Ebene der Lebensgeister erlangt haben, indem sie in ihrem irdischen Leben an Jesus glaubten. Dort bleiben sie und warten auf den Tag, an dem sich die Tore zum Himmelreich öffnen.
2.2.6 Geistige Phänomene in den Letzten Tagen
Adam und Eva fielen am höchsten Punkt der Entwicklungsstufe. Heute werden die Menschen, die das Alte- und Neue-Testament-Zeitalter hinter sich gelassen haben, durch die Vorsehung der Wiederherstellung bis zur höchsten Ebene der Entwicklungsstufe wiederhergestellt. Die Letzten Tage sind die Zeit, in der Menschen auf jene geistige Ebene kommen, welche die ersten menschlichen Vorfahren kurz vor ihrem Fall erlangt hatten. Heute, da wir die Letzten Tage erleben, ist die Zeit, in der Menschen in aller Welt diese Ebene erreichen. So wie Adam und Eva vor ihrem Fall direkt mit Gott sprechen konnten, können heute viele Menschen mit der Geistigen Welt in Kontakt treten. Die Prophezeiung für die Letzten Tage „Ich werde von meinem Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und eure Töchter werden Propheten sein, eure jungen Männer werden Visionen haben, und eure Alten werden Träume haben“ (Apg 2,17) lässt sich aus dieser Kenntnis des Prinzips verstehen.
Viele Menschen werden in den Letzten Tagen eine Offenbarung empfangen, die sagt: „Du bist der Herr.“ Oft wird das diese Personen dazu verleiten, sich für den wiedergekehrten Christus zu halten. Warum verlassen sie den rechten Weg?
Nach der Erschaffung der Menschen gab Gott ihnen den Auftrag, über das Universum zu herrschen. (Gen 1,28) Doch infolge des Falls konnten sie diesen Segen nicht erfüllen. Wenn gefallene Menschen durch die Vorsehung der Wiederherstellung geistig zur höchsten Ebene der Entwicklungsstufe wiederhergestellt sind, werden sie eine Herzensebene, vergleichbar mit der von Adam und Eva unmittelbar vor dem Fall, erreichen. Gott schenkt bestimmten Menschen, die diese Ebene erreicht haben, die Offenbarung, sie seien der Herr, weil Er anerkennt, dass sie den Reifegrad erlangt haben, auf dem Gott einst den Menschen den Segen der Herrschaft über das Universum gab.
In den Letzten Tagen stehen Gläubige, deren tiefer Glaube sie dazu berechtigt, die Offenbarung zu empfangen, dass sie der Herr sind, in einer ähnlichen Position wie der Johannes‘ des Täufers. Johannes kam mit der Mission, den Weg des Herrn zu bereiten. (Joh 1,23) In gleicher Weise ist diesen Menschen des Glaubens die Mission gegeben, in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen den Weg für die Wiederkunft des Herrn zu bereiten. Da sie als Repräsentanten des Herrn in ihren Bereichen wirken sollen, offenbart ihnen Gott, sie seien der Herr.
Wenn jemandem, der geistig kommunizieren kann, geoffenbart wird, er sei der Herr, sollte er dieses Phänomen im Licht des Prinzips verstehen. Er sollte nicht verkehrt handeln und sich fälschlicherweise für den Herrn der Wiederkunft halten. Andernfalls kann ihn das dazu verleiten, die Rolle eines Antichristen einzunehmen. Deshalb enthält die Bibel Prophezeiungen, die besagen, dass in den Letzten Tagen viele Antichristen auftreten werden. (1 Joh 2,18)
Spirituell und medial veranlagte Menschen sind oft verwirrt und geraten untereinander in Konflikt, weil die Kontakte, die sie zur Geistigen Welt knüpfen können, ihnen Zugang zu unterschiedlichen Ebenen gewähren und ihre Offenbarungen sich inhaltlich unterscheiden. (1 Kor 15,41) Obgleich alle geistig wahrnehmungsfähigen Menschen mit der gleichen Geistigen Welt in Kontakt stehen, nehmen sie die Geistige Welt in unterschiedlicher Weise wahr, weil sie sich auf unterschiedlichen Ebenen des Charakters, Intellekts und der Spiritualität befinden. Des Weiteren variieren Umstände und Positionen dieser Menschen. Dies verursacht Konflikte unter ihnen.
Menschen, die zur Vorsehung der Wiederherstellung beitragen, sind gewöhnlich nur für einen Teil der Vorsehung verantwortlich. Nur auf ihre vertikale Gottesbeziehung konzentriert, zeigen sie sich für eine angemessene horizontale Beziehung anderen geistig offenen Menschen gegenüber oft unsensibel. Es kann zum Streit zwischen ihnen kommen, weil ein jeder dieser Menschen denkt, der Wille Gottes, wie er ihm dient, weiche von dem Willen, dem die übrigen folgen, ab. Ihre Konflikte verschärfen sich, wenn jeder unter ihnen die Offenbarung empfängt, er sei der Beste. Dennoch bietet Gott solchen Ansporn, weil er jeden anleiten will, in seiner spezifischen Mission zum Wohl der größeren Vorsehung sein Bestes zu geben. Gott gewährt auch deswegen solche Offenbarungen, weil jeder wirklich für seinen spezifischen Missionsbereich am besten geeignet ist.
Darüber hinaus müssen Menschen großen Glaubens, die geistig offen sind und eine Herzensebene erreichen, die jener von Adam und Eva vor dem Fall entspricht, eine Prüfung bestehen, die mit jener vergleichbar ist, die Adam und Eva nicht bestanden. Wenn sie unvorsichtig sind, können sie den Fehler des Falls wiederholen. Dieser Versuchung zu widerstehen, ist ohne ein Verständnis des Prinzips äußerst schwierig. Leider haben viele religiöse Menschen diese Prüfung nicht bestanden und in einem Augenblick alle über Jahre des Glaubens und der Hingabe erworbenen Verdienste zunichte gemacht.
Wie können geistig veranlagte Menschen mit diesen Schwierigkeiten fertig werden? Um die Vorsehung der Wiederherstellung innerhalb kurzer Zeit zu erfüllen, betraut Gott zahlreiche Einzelpersonen mit verschiedenen Aufgaben und hält zu jedem von ihnen unabhängig voneinander Kontakt. Es ist praktisch unvermeidlich, dass unter geistig begabten Menschen Konflikte aufkommen. Doch gegen Ende der Geschichte wird Gott sie mit der neuen Wahrheit beschenken. Die neue Wahrheit wird ihnen verstehen helfen, dass die unterschiedlichen, einzigartigen Missionen, die jeder von ihnen empfangen hat, alle dem gleichen Zweck der Vorsehung der Wiederherstellung dienen. Dadurch werden sie zusammenarbeiten und harmonisch den gesamten Zweck der Vorsehung der Wiederherstellung erfüllen. In dieser Zeit sollten sich alle geistig begabten Menschen von ihrer engstirnigen Sicht lösen, nur sie allein würden den Willen Gottes tun.
Sie sollten die verständlicheren und tieferen Wahrheitslehren ausfindig machen, die ihnen helfen können, ihre eigenen Positionen und den eigentlichen Charakter ihrer providenziellen Rollen richtig zu verstehen. Nur dann werden sie die Verwirrung überwinden können, die aus früheren horizontalen Konflikten stammt. Nur dann kann jeder von ihnen die Erfüllung seines persönliches Glaubenswegs erreichen und dessen herrliche Früchte einbringen.
2.2.7 Die Erste Auferstehung
Die „erste Auferstehung“, von der die Bibel spricht, beschreibt die erste Verwirklichung der Wiederherstellung in der Geschichte der Vorsehung. Sie wird von Christus bei seiner Wiederkunft verwirklicht. Er wird die Menschen von ihrer Ursprünglichen Sünde reinigen und sie zu ihrer wahren Ursprünglichen Natur wiederherstellen, so dass sie alle den Schöpfungszweck verwirklichen können.
Alle Christen hoffen, an der ersten Auferstehung teilzuhaben. Doch wer wird tatsächlich daran teilnehmen? Es werden jene sein, die als Erste an Christus bei seiner Wiederkunft glauben, ihm dienen und ihm nachfolgen. Sie werden ihm in der Erfüllung der weltweiten Wiedergutmachungsbedingungen und der Vorsehung der Wiederherstellung zur Seite stehen. Durch die Teilnahme an diesem Prozess werden sie als Erste von der Ursprünglichen Sünde befreit werden, zu göttlichen Geistern aufsteigen und den Schöpfungszweck erfüllen.
Nun wollen wir untersuchen, was die Zahl 144.000 bedeutet, von der die Bibel schreibt. (Offb 7,4; 14,1-4) Damit Christus bei seiner Wiederkunft die Vorsehung der Wiederherstellung erfüllen kann, muss er eine bestimmte Zahl von Menschen um sich sammeln, die durch Wiedergutmachung die Missionen aller Heiligen der Geschichte wiederherstellen; besonders auch jener Heiligen, die trotz größter Anstrengungen, Gottes Willen zu erfüllen, ihre Verantwortung nicht wahrnehmen konnten und Satan zum Opfer fielen. Der wiedergekehrte Christus muss während seines Lebens diese Menschen finden und die Grundlage zum Sieg über Satans Welt legen. Um diese Aufgabe bei seiner Wiederkunft zu erfüllen, muss Christus insgesamt 144.000 Heilige finden.
Im Verlauf von Gottes Vorsehung der Wiederherstellung finden wir Jakob, der zwölf Söhne hatte. Mit ihnen hätte ihr Vater eine Familie wiederherstellen sollen. Mose führte zwölf Stämme, um die Mission der Wiederherstellung einer Nation zu erfüllen. Vermehren sich diese zwölf Stämme noch einmal nach dem Muster der Zahl Zwölf, ergeben sich 144. Jesus kam, um die Welt wiederherzustellen. Er fand zwölf Jünger, um durch Wiedergutmachung die Zahl 144 geistig und physisch wiederherzustellen. Doch infolge der Kreuzigung konnte er sie nur geistig wiederherstellen. Jakob sollte mit seinen zwölf Söhnen zu Lebzeiten den vertikalen Ablauf der zwölf Generationen seit Noach, die von Satan beansprucht wurden (vgl. Perioden 2.2), durch Wiedergutmachung wiederherstellen. In gleicher Weise muss Christus bei seinem zweiten Kommen während seiner Lebzeit durch Wiedergutmachung sowohl geistig als auch physisch den langen providenziellen Ablauf seit dem ersten Kommen Christi, als das geistige Muster der 144 Stämme aufgestellt wurde, wiederherstellen. Dazu muss er eine bestimmte Anzahl Nachfolger finden, die der Zahl 144 entspricht.
2.3 Die Vorsehung der Auferstehung für Geistmenschen
2.3.1 Zweck und Prozess der Auferstehung durch Wiederkehr
Nach dem Schöpfungsprinzip erfordert das Wachstum des menschlichen Geistes zweierlei Nahrung: von Gott gegebene Lebenselemente sowie Vitalitätselemente, die er durch das Geben und Empfangen mit dem Physischen Selbst erhält. Der Geist des Menschen kann getrennt von seinem Physischen Selbst weder wachsen noch auferstehen. Wenn also ein Mensch stirbt, bevor er Vollkommenheit erlangt hat, kann sein Geistiges Selbst nur auferstehen, wenn er als Geistmensch wieder auf die Erde kommt und durch Zusammenarbeit mit einem irdischen Menschen seine unvollendete Verantwortung erfüllt. Indem Geistmenschen gläubigen Menschen auf Erden dabei helfen, ihre Mission zu erfüllen, können sie gleichzeitig ihre eigene Mission erfüllen. Hierin liegt die Bedeutung des Bibelverses, der besagt, dass der Herr in den Letzten Tagen „mit seinen heiligen Zehntausenden“ (Jud 14) kommen werde. Diesen Vorgang bezeichnen wir als Auferstehung durch Wiederkehr.
Auf welche Weise helfen Geistmenschen den Menschen auf der Erde, den Willen Gottes zu erfüllen? Wenn ein Mensch für die Eingebungen des Geistes durch Gebet oder andere spirituelle Tätigkeiten empfänglich wird, kommen die Geistmenschen zu ihm, um eine gemeinsame Basis mit seinem Geistigen Selbst zu bilden und mit ihm zu arbeiten. Geistmenschen führen verschiedene Werke aus. Beispielsweise gießen sie geistiges Feuer auf irdische Menschen aus und verleihen ihnen die Kraft, Krankheiten zu heilen. Sie ermöglichen es Menschen, sich in Trance zu versetzen und die Wirklichkeit der Geistigen Welt zu schauen. Sie bringen den Menschen Offenbarungen und die Gabe der Prophezeiung. Sie können auch der Seele tiefe Inspirationen vermitteln. In ihren verschiedenen Werken handeln Geistmenschen in Vertretung des Heiligen Geistes, indem sie Menschen anleiten, den Willen Gottes zu erfüllen.
2.3.2 Die Auferstehung durch Wiederkehr von israelitischen und christlichen Geistmenschen
2.3.2.1 Auferstehung durch Wiederkehr in die Entwicklungsstufe
Geistmenschen, die in ihrem Erdenleben während des Alten-Testament-Zeitalters dem mosaischen Gesetz folgten und Gott mit Ernsthaftigkeit verehrten, gingen in der Geistigen Welt in die Ebene der Gestaltungsstufe ein. Nach Jesu Kommen kehrten diese Geistmenschen alle zur Erde zurück und unterstützten gläubige Menschen, den Willen Gottes zu erfüllen. Auf diese Weise halfen sie den Menschen, die Ebene der Lebensgeister zu erreichen, und erlangten den gleichen Verdienst: Sie wurden auch zu Lebensgeistern und gingen ins Paradies ein. Diese göttliche Vorsehung nennen wir Auferstehung durch Wiederkehr in die Entwicklungsstufe.
Ziehen wir einige biblische Beispiele heran. Da Elija als Geistmensch vor Jesus und den Jüngern erschien (Mt 17,3), ist es eindeutig, dass Elija in der Geistigen Welt weiterlebte. Doch Jesus bezeichnete den auf Erden lebenden Johannes den Täufer als Elija. (Mt 17,12-13) Jesus nannte ihn Elija, weil der Körper des Johannes im Sinne ihrer gemeinsamen Mission auch Elija als Körper diente. Der Geist des Elija kam auf Johannes herab, um dem Täufer bei der Erfüllung der Mission zu helfen, die Elija während seines Erdenlebens nicht hatte vollenden können. Dies war Elijas Auferstehung durch Wiederkehr.
Die Bibel berichtet, viele Geister der Verstorbenen seien aus ihren Gräbern auferstanden, als Jesus am Kreuz starb. (Mt 27,52) Dieser Vers bedeutet nicht, die verwesten Körper dieser Heiligen hätten sich neu gebildet und sie seien im Fleisch auferstanden. Er beschreibt vielmehr das geistige Phänomen der Auferstehung durch Wiederkehr. Die Geister der gläubigen Juden kehrten von ihrem Aufenthaltsort in der Gestaltungsstufe der Geistigen Welt zur Erde zurück. Sie kehrten wieder, um den irdischen Gläubigen, die an der Erlösung durch das Kreuzesopfer teilhaben konnten, zu helfen, an Jesus zu glauben und die Stufe der Lebensgeister zu erlangen. Dadurch wurden auch diese Geistwesen Lebensgeister.
Wären die Heiligen körperlich aus ihren Gräbern gestiegen — wie es in der Bibel wörtlich steht —, so hätten sie sicher für Jesus als den Messias Zeugnis abgelegt. Hätte es dann noch jemand gewagt, Jesus gegenüber ungläubig zu bleiben? Ferner wären die Taten und Aussagen dieser Heiligen in der Bibel sicherlich aufgezeichnet worden, doch wir finden nur die vage Darstellung, die Heiligen seien aus ihren Gräbern auferstanden. Das liegt daran, dass es sich um ein rein geistiges Phänomen handelte, das sich nur denen zeigte, deren geistige Sinne geöffnet waren.
Verglichen mit dem Paradies, wohin die Menschen dank der von Jesus am Kreuz erworbenen Sündenvergebung gelangen konnten, wirkt jene Region der Geistigen Welt, in der sich die alttestamentlichen Heiligen als Geistmenschen aufhielten, recht dunkel und bedrückend. Sie wurde deshalb als Grab bezeichnet.
2.3.2.2 Auferstehung durch Wiederkehr in die Vollendungsstufe
Die Geistigen Selbst der Menschen, die während ihres Erdenlebens im Neuen-Testament-Zeitalter an Jesus glaubten, wurden zu Lebensgeistern und gingen nach ihrem Tod ins Paradies ein. Nach der Wiederkunft werden diese Geistmenschen alle zur Erde zurückkehren, um gläubigen Menschen darin beizustehen, an den wiedergekehrten Christus zu glauben und ihm nachzufolgen. Indem sie so Menschen auf Erden helfen, die Stufe eines göttlichen Geistes zu erreichen, werden sie selbst diesen Verdienst erwerben und zu göttlichen Geistern werden. Wenn die irdischen Heiligen in die nächste Welt übergehen und das himmlische Königreich in der Geistigen Welt betreten, werden die zurückgekehrten Geistmenschen auch ins Himmelreich gelangen. Diese göttliche Vorsehung wird Auferstehung durch Wiederkehr in die Vollendungsstufe genannt. .
Dabei unterstützen nicht nur Geistmenschen irdische Menschen, auch irdische Menschen verhelfen den Geistmenschen zur Auferstehung.
Betrachten wir noch folgenden Vers: Doch sie alle [die Heiligen des Alten-Testament-Zeitalters], die aufgrund des Glaubens [von Gott] besonders anerkannt wurden, haben das Verheißene [die Erlaubnis, ins Himmelreich einzutreten] nicht erlangt, weil Gott erst für uns [Menschen auf Erden] etwas Besseres [das Himmelreich] vorgesehen hatte; denn sie [die Geistmenschen] sollten nicht ohne uns [Menschen auf Erden] vollendet werden. (Hebr 11,39-40) Im Lichte dieser Erklärung können wir sehen, dass dieser Vers die Auferstehung durch Wiederkehr präzise beschreibt. Er zeigt, dass in der Geistigen Welt lebende Geistmenschen ohne die Zusammenarbeit mit irdischen Menschen nicht zur Vollkommenheit gelangen können. Weiterhin steht geschrieben: „Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ (Mt 18,18) Dieser Vers lehrt, dass die Geistmenschen nicht lösen können, was in ihnen gebunden ist, solange die Gläubigen auf Erden nicht lösen, was dort gebunden ist.
Da Geistmenschen nur durch ihre Zusammenarbeit mit irdischen Gläubigen auferstehen können, übergab Jesus Petrus als Repräsentant der irdischen Gläubigen die Schlüssel des Himmelreiches, damit er die Tore zum Himmelreich hier auf Erden aufschließen könne. (Mt 16,19)
2.3.3 Die Auferstehung durch Wiederkehr von Geistmenschen, die ausserhalb des Paradieses leben
Es gibt verschiedene Gruppen von Geistmenschen, die nicht im Paradies leben; für jede gibt es einen Weg zur Auferstehung durch Wiederkehr. Als Erstes wollen wir die Auferstehung durch Wiederkehr von jenen Geistmenschen untersuchen, die während ihres Lebens einer nichtchristlichen Religion angehörten. So wie zwei beliebige Menschen erst eine gemeinsame Basis finden müssen, bevor sie miteinander für ein gemeinsames Ziel arbeiten können, können irdische Menschen und Geistmenschen sich erst dann für ein gemeinsames providenzielles Ziel einsetzen, wenn sie zuvor eine gemeinsame Grundlage gefunden haben. Daher sucht jeder Geistmensch, der für seine Auferstehung zur Erde zurückkehrt, ein Gegenüber unter den Angehörigen jener Religion, der er selbst während seines Erdenlebens angehört hat. Ein Geistmensch verbindet sich mit einem Menschen seiner Wahl und leitet ihn. Wenn er dieser Person hilft, den Zweck der Vorsehung der Wiederherstellung zu erfüllen, empfangen beide den gleichen Nutzen.
Zweitens wollen wir uns mit der Auferstehung durch Wiederkehr von Geistmenschen befassen, die ein gewissenhaftes Leben geführt haben, ohne einer Religion anzugehören. Niemand unter den gefallenen Menschen verkörpert vollkommen das Gute, weil sich niemand von der Ursprünglichen Sünde befreien konnte. Daher ist ein guter Geistmensch jemand, der relativ mehr Gutes in sich trägt als ein böser Geistmensch. Diese guten Geistmenschen steigen zu guten Menschen auf Erden herab und arbeiten mit ihnen zusammen, um ihnen zu helfen, Gottes Vorsehung der Wiederherstellung zu erfüllen. Im Laufe dieses Prozesses empfangen die Geistmenschen die gleichen Verdienste wie die Menschen, denen sie beigestanden haben.
Drittens wollen wir uns mit der Auferstehung durch Wiederkehr von bösen Geistmenschen befassen. Die Bibel spricht von „den Verfluchten“, die in das „ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist“ (Mt 25,41), stürzen werden. Mit „seine Engel“ sind böse Geister gemeint, die vom Teufel kontrolliert werden und für ihn arbeiten. Diese geistigen Geschöpfe, gemeinhin als Gespenster bekannt, deren Form und Identität oftmals im Dunkeln liegt, sind nichts anderes als böse Geistmenschen. Sogar böse Geistmenschen können die Gnade des Zeitalters empfangen, wenn sie auf die Erde zurückkehren.
Doch tragen die Werke böser Geistmenschen vielfach keine Früchte und Resultate und daher können sie die Gnade der Auferstehung durch Wiederkehr nicht empfangen. Um eine solche Gnade empfangen zu können, müssen ihre Werke dahin gehend wirken, dass sie Menschen auf Erden strafen und ihnen so helfen, durch Bedingungen ihre Vergehen wieder gutzumachen; und zwar jene Fehler, die Gottes vergangene Bemühungen, sie von ihren Sünden zu reinigen, vereitelt haben. Wie können nun die Werke böser Geistmenschen als Einsatz für den Himmel gewertet werden?
Nehmen wir ein Beispiel: Angenommen, ein Mensch auf Erden steht auf der Grundlage der Gnade des Zeitalters der Familienebene und ist dabei, von seinem gegenwärtigen geistigen Zustand zur Stammesebene aufzusteigen. Er kann nicht zu diesem höheren Bereich aufsteigen, solange er keine Bedingung der Wiedergutmachung geschaffen hat, um vorhergehende Sünden zu beseitigen. Im Falle eines Aufstiegs von der Familien- zur Stammesebene muss eine Person neben ihrer eigenen Schuld auch die Sünden der Vorfahren dieses Stammes wieder gutmachen. Der Himmel erlaubt nun bösen Geistern, diese Person zur Strafe für diese Sünden zu peinigen. Erträgt sie bereitwillig das von den bösen Geistern verursachte Leiden und überwindet es, wird diese Person, welche die Wiedergutmachungsbedingung erfolgreich gelegt hat, dazu berechtigt, auf die höhere Ebene des Stammes aufzusteigen. Die bösen Geistmenschen, die sie peinigten, empfangen auch einen entsprechenden Lohn. Auf diese Weise dehnt sich die Vorsehung der Wiederherstellung auf der Grundlage der Gnade des Zeitalters von der Familien- über die Stammes- und nationale Ebene zur Weltebene aus. Jedes Mal, wenn die Menschheit zu einer höheren Ebene aufsteigen soll, muss die Person an der Spitze der Vorsehung eine Wiedergutmachungsbedingung zur Lösung der von ihr oder ihren Vorfahren begangenen Sünden schaffen.
Die Werke böser Geistmenschen können einem Menschen auf Erden in zweierlei Weise helfen, sich durch Wiedergutmachungsbedingungen von seiner Sünde zu reinigen.
Erstens kann der Geistmensch diese Person direkt bedrängen. Zweitens kann sich der böse Geistmensch mit dem Geistigen Selbst einer anderen Person auf Erden verbinden, die im Begriff steht, eine Sünde zu begehen, die mit der Sünde jener Person vergleichbar ist, die bestraft werden soll. Durch diese zweite Person kann der böse Geistmensch arbeiten, um den Menschen anzugreifen.
In beiden Fällen wird die gepeinigte Person auf Erden die Wiedergutmachungsbedingung zur Reinigung der eigenen und der von Vorfahren begangenen Sünden legen, wenn sie die Werke des bösen Geistmenschen dankbar und bereitwillig erträgt. Die Sünde wird dann beseitigt und er wird den höheren Gnadenbereich betreten, der in der neuen Epoche zugänglich gemacht wurde. Auf diese Weise können sogar die Aktivitäten böser Geistmenschen als himmlische Werke für diesen Menschen und die Tilgung seiner Sünde betrachtet werden. Der betreffende Geistmensch wird daher den gleichen Lohn wie die irdische Person empfangen und in eine höhere geistige Sphäre aufsteigen.
2.4 Die Reinkarnationslehre im Lichte des Prinzips der Auferstehung durch Wiederkehr
Im Bestreben, den Gesamtzweck der Vorsehung der Wiederherstellung zu erreichen, berief Gott viele Einzelpersonen und beauftragte jede mit einer passenden Mission. Diese Personen reichten ihre jeweilige Mission an andere Personen ähnlichen Charakters und vergleichbarer Lebensumstände weiter, wodurch die diversen Missionsaufgaben im Verlauf der Zeit schrittweise erfüllt wurden.
Die Vorsehung der Wiederherstellung beginnt mit einem Individuum, dehnt sich auf die Ebenen der Familie, Nation und Welt aus und wird letztendlich die Wiederherstellung des gesamten Himmels und der Erde bewirken. Obgleich die Mission jedes einzelnen Menschen nur ein Teil eines größeren Ganzen sein mag, entwickelt sie sich nach dem gleichen Muster. Jede Mission beginnt auf der Ebene des Individuums und erweitert sich auf die Ebenen der Familie, Nation und Welt. Betrachten wir ein Beispiel aus der Bibel: Mit Abraham nahm die Mission auf der individuellen und Familienebene ihren Anfang, wurde an Mose auf der nationalen Ebene weitergereicht bis hin zu Jesus auf der weltweiten Ebene.
Geistmenschen, die ihre Mission auf Erden nicht erfüllen konnten, müssen auf die Erde zu Menschen zurückkehren, die eine ähnliche Mission haben, wie sie sie selbst zu Lebzeiten gehabt hatten. Hilft ein Geistmensch einem Menschen auf der Erde, den Willen Gottes zu erfüllen, so wird dieser Mensch nicht nur seine eigene Mission erfüllen, sondern auch jene des Geistmenschen, der ihm beisteht. Vom Standpunkt der Mission betrachtet, dient das Physische Selbst des irdischen Menschen gleichzeitig dem Geistmenschen als Physisches Selbst. In diesem Sinne ist der irdische Mensch die Wiederkunft des Geistmenschen. Daher mag er auch manchmal beim Namen des Geistmenschen genannt werden und als Reinkarnation dieses Geistmenschen erscheinen.
Nach Aussagen der Bibel sollte Johannes der Täufer die Mission, die Elija zu Lebzeiten nicht erfüllen konnte, vollenden, da ihn Elija bei seinen Aktivitäten unterstützte. Jesus nannte Johannes „Elija“, weil das Physische Selbst von Johannes gleichzeitig Elija als Körper diente. (vgl. Auferstehung 2.3.2.1)
Bestimmte Menschen werden in den Letzten Tagen mit Missionen auf weltweiter Ebene betraut. Sie müssen die Verantwortung aller Geistmenschen, denen in der Vergangenheit die gleiche Aufgabe anvertraut war, erben und erfüllen. Diese Geistmenschen werden zu jenen Menschen herabkommen und ihnen beistehen, um die eigenen unerfüllten Missionen abzuschließen. Da die Menschen auf Erden in gewisser Weise die Wiederkunft dieser leitenden Geistmenschen sind, mögen sie sich selbst für deren Reinkarnation halten. Daher gibt es in den Letzten Tagen Menschen, die den Anspruch erheben, die Wiederkunft Jesu, des Buddha Maitreya, des Konfuzius, des Olivenbaumes oder des Baumes des Lebens zu sein. Hinduistische und buddhistische Reinkarnationslehren interpretieren diese äußeren Abläufe, ohne das zugrunde liegende Prinzip der Auferstehung durch Wiederkehr zu begreifen.