Die Parallelen in den beiden Zeitaltern der Vorsehung der Wiederherstellung
Die Parallelen in den beiden Zeitaltern der Vorsehung der Wiederherstellung
- Der eigentliche Zweck der Vorsehung der Wiederherstellung ist die Errichtung des Fundaments für den Messias. Daher muss sie, falls sie verlängert wird, wiederholt werden.
- Dies bedeutete praktisch die Wiederholung der Vorsehung der Wiederherstellung des symbolischen und des substanziellen Opfers durch Wiedergutmachung.
- Von diesem Gesichtspunkt aus wollen wir vergleichbare Merkmale untersuchen.
- Israel war jene Nation, die zentral für Gottes Vorsehung im Zeitalter der Vorsehung der Wiederherstellung verantwortlich war.
- Das Alte Testament, ein Bericht über die Geschichte Israels, liefert uns das Quellenmaterial, aufgrund dessen wir die Geschichte der Vorsehung in jenem Zeitalter studieren können.
- Das Volk, das im Zeitalter der Verlängerung der Vorsehung der Wiederherstellung zentral für die Vorsehung verantwortlich wurde, waren die Christen.
- Daher liefert uns die christliche Kirchengeschichte das Quellenmaterial für das Verständnis der Geschichte der Vorsehung in diesem Zeitalter.
- In diesem Sinne kann man die Nachkommen Abrahams im Alten-Testament-Zeitalter als das erste Israel bezeichnen und die Christen im Neuen-Testament-Zeitalter als das zweite Israel.
Die Periode der Sklaverei in Ägypten und die Periode der Verfolgung im Römischen Reich
- Die Periode der Sklaverei in Ägypten diente der Wiederherstellung der 400-jährigen Periode von Noach bis Abraham, die wegen Abrahams Fehler bei seinem Opfer entweiht worden war.
- Die entsprechende Periode der Verfolgung im Römischen Reich sollte diese frühere Periode durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederherstellen.
- Indem die Christen diese Leiden ertrugen, stellten sie durch Wiedergutmachung die 400-jährige Periode der Vorbereitung auf die Ankunft des Messias wieder her,
- die wegen des Fehlers des jüdischen Volkes entweiht worden war, Jesus nicht als lebendes Opfer zu ehren, sondern ihn ans Kreuz zu bringen.
- In der Periode der Sklaverei in Ägypten, nachdem Jakob mit seinen 12 Söhnen und 70 Verwandten nach Ägypten gekommen war, wurden ihre Nachkommen von den Ägyptern 400 Jahre schrecklich missbraucht.
- In der Periode der Verfolgung im Römischen Reich waren Jesu zwölf Apostel und 70 Jünger die erste von vielen Generationen von Christen, die 400 Jahre lang schwer unter der Verfolgung im Römischen Reich zu leiden hatten.
- Während der Periode der Sklaverei in Ägypten hielt sich das auserwählte Volk des ersten Israel durch die Beschneidung, durch das Darbringen von Opfern und, nachdem es Ägypten verlassen hatte, durch das Einhalten des Sabbats rein.
- Während der Periode der Verfolgung im Römischen Reich führten die Christen als das zweite Israel ein reines Leben, indem sie die Sakramente der Taufe und der heiligen Kommunion praktizierten, sich selbst als Opfer darbrachten und den Sabbat einhielten.
- Dann führte Mose die Israeliten aus Ägypten heraus und schickte sie auf den Weg in das Land Kanaan.
- Er zwang den Pharao mit der Kraft der drei Wunderzeichen und der zehn Plagen in die Knie.
- Ebenso vergrößerte Jesus gegen Ende der Periode der Verfolgung im Römischen Reich die Anzahl der Gläubigen, indem er ihre Herzen mit seiner Kraft und Gnade bewegte.
- Jesus brachte Kaiser Konstantin dazu, das Christentum anzuerkennen,
- und Theodosius I., das Christentum zur Staatsreligion zu erheben.
- Dadurch stellten die Christen innerhalb des Römischen Reiches, der satanischen Welt, Kanaan geistig wieder her.
- Mose empfing die Zehn Gebote und Gottes Wort, das sich im Gesetz, dem Herzstück der Schriften des Alten Testaments, offenbarte.
- Indem Mose die Steintafeln, die Bundeslade und die Wohnstätte aufstellte und ehrte, ebnete er für die Israeliten den Weg, sich auf das Kommen des Messias vorzubereiten.
- Die Christen sammelten die Schriften, welche die Apostel und Evangelisten hinterlassen hatten, und legten den Kanon des Neuen Testaments fest.
- Sie errichteten Kirchen und erweiterten ihr Fundament zur Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi.
Die Periode der Richter und die Periode der regionalen Kirchenleitung
- Nachdem die Israeliten in das Land Kanaan gekommen waren, regierten 15 Richter, darunter Samson, Eli und Samuel, 400 Jahre lang die Stämme Israels. Dies wird die Periode der Richter genannt.
- Im Neuen-Testament-Zeitalter stellte die Periode der regionalen Kirchenleitung die Periode der Richter durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wieder her.
- In dieser Periode führten regionale Kirchenleiter — Patriarchen, Bischöfe und Äbte — die christliche Gesellschaft und erfüllten Aufgaben, die jenen der Richter ähnlich waren.
- Die Richter erfüllten unterschiedliche Verantwortungsbereiche als Propheten, Priester und Könige; später wurden diese Aufgaben von verschiedenen Personen wahrgenommen und als Ämter getrennt.
- In dieser Periode war Israel eine Feudalgesellschaft.
- Wie die Richter im Alten-Testament-Zeitalter erfüllten die regionalen Kirchenleiter Aufgaben, die jenen eines Propheten, Priesters und Königs ähnlich waren.
- Die christliche Gesellschaft war in dieser Periode eine Feudalgesellschaft unter diesen lokalen Autoritäten.
- Die Periode der Richter begann, nachdem die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten befreit waren und die jüngere Generation, unter der Führung Josuas und Kalebs einmütig vereinigt, Kanaan betreten hatte.
- Sie teilten das Land unter ihren Sippen und Stämmen auf.
- Um die Richter geschart, ließ sich das Volk in Dörfern nieder, schloss sich zu einer auserwählten Nation zusammen und bildete eine einfache feudalistische Gesellschaft.
- Die Periode der regionalen Kirchenleitung im christlichen Zeitalter begann nach dem Ende der Christenverfolgung im Römischen Reich, der satanischen Welt.
- Die Christen verbreiteten das Evangelium unter den germanischen Völkern, von denen viele im 4. Jahrhundert vor den eindringenden Hunnen geflohen und nach Westeuropa gekommen waren.
- In ihrer neuen Heimat in Westeuropa machte Gott die germanischen Stämme zu einem neuen auserwählten Volk,
- und bildete eine frühe Form der Feudalgesellschaft, die sich später zum Feudalismus des Mittelalters entwickelte.
- In der Periode der Richter hätten die Israeliten die Wohnstätte verherrlichen und den Anweisungen der Richter gehorchen sollen.
- Doch anstatt die sieben kanaanitischen Stämme zu vernichten, lebten die Israeliten unter ihnen und wurden von ihren Sitten und Gebräuchen beeinflusst.
- Ja, sie übernahmen sogar die Verehrung ihrer Götzen, was in ihrem Glauben große Verwirrung hervorrief.
- In der Periode der regionalen Kirchenleitung sollten die Christen die Kirche als ein Abbild des Messias verherrlichen und den Anweisungen der Bischöfe und Äbte Folge leisten.
- Doch die Christen wurden von der Religion und Kultur der heidnischen germanischen Stämme beeinflusst, was im christlichen Glauben große Verwirrung stiftete.
Die Periode des Vereinigten Königreiches und die Periode des christlichen Reiches
- In der Periode des Vereinigten Königreiches wurden die Funktionen des Richters in die Ämter eines Propheten, Priesters und Königs aufgeteilt.
- Die Propheten erhielten ihre Anweisungen direkt von Gott, die Priester kümmerten sich um die Wohnstätte und später um den Tempel und der König regierte die Nation.
- Jeder erfüllte seine eigene Mission und leitete gemeinsam mit den anderen Israel, um das Ziel der Vorsehung der Wiederherstellung zu erfüllen.
- In der Periode des Christlichen Reiches sollte die Periode des Vereinigten Königreiches durch parallele Wiedergutmachungsbedingungen wiederhergestellt werden.
- Als daher die Periode der regionalen Kirchenleitung zu Ende ging,
- wurden die Aufgaben dieser leitenden Personen aufgeteilt auf die Klostervorsteher, die den Propheten entsprachen, auf den Papst, der dem Hohepriester entsprach, und auf den Kaiser, der das Volk regierte.
- Sie alle waren dafür verantwortlich, das zweite Israel anzuleiten, das Ziel der Vorsehung der Wiederherstellung zu erfüllen.
- In der vorhergehenden Periode war die christliche Kirche in fünf Patriarchate aufgeteilt: Jerusalem, Alexandria, Konstantinopel, Antiochia und Rom. Rom nahm im Westen eine führende Stellung ein.
- Der Papst, wie der römische Patriarch genannt wurde, stand allen Bischöfen und Äbten im westlichen Europa vor.
- In der Periode des Vereinigten Königreiches Israel war der König die Hauptperson für die Wiederherstellung des Glaubensfundaments.
- Nachdem der Prophet und der Hohepriester das geistige Fundament für den König errichtet und ihn zum König gesalbt und gesegnet hatten, mussten sie ihm gegenüber die Rolle Kains einnehmen.
- Im Christlichen Reich war die Hauptperson für das Glaubensfundament der Kaiser.
- Der Papst, der mit dem Hohepriester von Israel verglichen werden konnte, der Gottes Anweisungen durch die Propheten empfing, sollte das geistige Fundament für den Kaiser errichten.
- Nach der Krönung und Segnung des Kaisers sollte ihm der Papst als Untertan gehorchen.
- In der Periode des Vereinigten Königreiches musste der König sein Reich entsprechend der Anleitung der Propheten regieren und die Propheten mussten dem König als seine Untertanen gehorchen.
- Ungefähr 800 Jahre nachdem Abrahams Nachkommen nach Ägypten gezogen waren, gab Gott dem Propheten Samuel den Auftrag, Saul zum ersten König Israels zu salben.
- Im Christlichen Reich sollte andererseits der Kaiser die geistige Arbeit des Papsttums unterstützen und fördern.
- Ebenso krönte und segnete Papst Leo III. im Jahre 800 n. Chr. Karl den Großen zum ersten Kaiser der Christenheit (des zweiten Israel).
- Weil König Saul den Anweisungen Gottes, die ihm der Prophet Samuel überbrachte (1 Sam 15,1-23), nicht gehorchte, konnte er den Tempel nicht bauen.
- Die Könige David und Salomo mussten jeweils noch 40 Jahre regieren, bevor das Glaubensfundament errichtet und der Tempel gebaut werden konnte.
- Doch da König Salomo viele ausländische Frauen begehrte, verließ er die Position Abels für das substanzielle Opfer.
- Folglich gab es für Israel keine Möglichkeit, das substanzielle Fundament oder das Fundament für den Messias zu errichten.
Die Periode des Geteilten Königreiches von Nord und Süd und die Periode des Geteilten Königreiches von Ost und West
- Weil König Salomo von seinen Frauen und Konkubinen verleitet wurde, Götzenbilder zu verehren, wurde das Vereinigte Königreich Israel, das nur drei Generationen gedauert hatte, bei seinem Tod geteilt.
- Das Königreich Israel im Norden, das von zehn der zwölf Stämme gebildet wurde, war in der Position Kains,
- während das Königreich Juda im Süden, das von den beiden verbleibenden Stämmen gegründet wurde, in der Position Abels stand.
- So begann die Periode des Geteilten Königreiches von Nord und Süd.
- Auch das Christliche Reich begann in der dritten Generation zu zerfallen. Die Enkelsöhne Karls des Großen teilten das Reich in drei Königreiche auf: Ostfranken, Westfranken und Italien.
- Die Nachkommen Karls des Großen lagen ständig miteinander in Streit.
- Die Überreste des Christlichen Reiches verschmolzen bald zu zwei Königreichen, wobei Italien unter die Herrschaft der Ostfranken gelangte.
- Das ostfränkische Reich wurde Heiliges Römisches Reich genannt und stand in Beziehung zu Frankreich, wie das Königreich der Westfranken schließlich genannt wurde, in der Position Abels.
- Wann immer die Israeliten in der Periode des Geteilten Königreiches von Nord und Süd ihren Bund mit Gott verletzten, indem sie vom Ideal des Tempels abließen,
- sandte Gott viele Propheten, um sie zu Reue und innerer Umkehr zu bewegen.
- Doch weil sie nicht bereuten, züchtigte sie Gott äußerlich, indem Er heidnischen Nationen wie Syrien, Assyrien und Babylon erlaubte, sie anzugreifen.
- Während der parallelen Periode des Geteilten Königreiches von Ost und West war das Papsttum korrupt.
- Gott sandte berühmte Mönche, um eine innere Reform der Kirche in die Wege zu leiten.
- Da das Papsttum und die Kirche nicht bereuten, züchtigte Gott sie äußerlich, indem Er zuließ, dass die Christen gegen die Muslime kämpften. Von der Vorsehung her war dies der Grund für die Kreuzzüge.
- Die Periode des Geteilten Königreiches von Nord und Süd endete, als heidnische Nationen die Völker von Israel und Juda ins Exil verschleppten.
- Damit war die Monarchie in Israel an ihrem Ende angelangt.
- Ganz ähnlich hatte gegen Ende der Periode des Geteilten Königreiches von Ost und West das Papsttum nach den wiederholten Niederlagen der Kreuzzüge sein Ansehen und seine Glaubwürdigkeit völlig verloren.
- Dadurch verlor das Christentum sein Zentrum geistiger Oberherrschaft.
- Außerdem wurden die Adeligen und Ritter durch die Kreuzzüge stark dezimiert, und da das Papsttum und die Feudalherren große Summen ausgegeben hatten, um diese erfolglosen Kriege zu finanzieren, versanken sie nun in Armut.
- Die Aushöhlung des monarchischen Christentums begann.
Die Periode des israelitischen Exils und der Rückkehr und die Periode des päpstlichen Exils und der Rückkehr
- Weil die Israeliten in Unglauben gefallen waren, ließ Gott sie als Verschleppte in Babylon eine harte Zeit durchstehen.
- Nahezu 70 Jahre vergingen von dem Zeitpunkt an, als König Nebukadnezzar von Babylon König Jojachin und seine königliche Familie sowie Propheten wie Daniel und Ezechiel, Priester, Hofleute, Handwerker und viele andere Israeliten gefangen nahm, bis zum Fall Babylons.
- In der Periode des päpstlichen Exils und der Rückkehr folgte dem Ende der Kreuzzüge in Europa der stufenweise Niedergang des Feudalsystems und das Erscheinen moderner Nationalstaaten.
- Als die Macht weltlicher Monarchien zunahm, eskalierte der Konflikt zwischen Päpsten und Königen.
- Im Zuge einer solchen Auseinandersetzung nahm König Philipp IV. von Frankreich, genannt Der Schöne, Papst Bonifaz VIII. eine Zeit lang gefangen.
- 1309 zwang Philipp Papst Clemens V., das Pontifikat von Rom nach Avignon in Südfrankreich zu verlegen.
- 70 Jahre lebten hier die nachfolgenden Päpste als Untertanen der Könige Frankreichs, bis die päpstliche Residenz nach Rom zurückkehrte.
- Nachdem Persien Babylon erobert und der persische König Kyrus die Israeliten befreit hatte, kehrten die Israeliten im Exil in drei Wellen in ihr Heimatland zurück und benötigten dazu weitere 140 Jahre,
- bis sie sich neu zu einer Nation formierten, wobei sie sich am Willen Gottes, wie er in den messianischen Prophezeiungen Maleachis verkündet wurde, ausrichteten und vereinigten. Fortan begannen sie sich auf das Kommen des Messias vorzubereiten.
- Nach der Rückkehr des Papstes nach Rom verlief eine Periode von annähernd 140 Jahren über das Große Schisma, die Konzilsbewegung und die Wiederherstellung der päpstlichen Autorität in der römisch-katholischen Kirche
- bis zum Vorabend der protestantischen Reformation im Jahre 1517 mit Martin Luther an der Spitze.
Die Periode der Vorbereitung auf die Ankunft des Messias und die Periode der Vorbereitung auf die Wiederkunft des Messias
- Nachdem die Israeliten nach Jerusalem zurückgekehrt waren, vergingen weitere 400 Jahre, bevor Jesus kam.
- Dies war die Periode der Vorbereitung auf die Ankunft des Messias, die die letzte Periode in der Geschichte der Vorsehung sein sollte, in der die vertikalen Wiedergutmachungsbedingungen von 4000 Jahren durch Wiedergutmachung horizontal wiederhergestellt würden.
- Nach der Rückkehr des Papsttums nach Rom wird die Christenheit Christus bei seiner Wiederkunft erst begegnen, wenn sie durch die 400-jährige Periode der Vorbereitung auf die Wiederkunft des Messias gegangen ist.
- Diese Periode soll die letzte Periode in der Geschichte der Vorsehung sein, in der alle vertikalen Wiedergutmachungsbedingungen, die sich in den 6000 Jahren der Geschichte der Vorsehung der Wiederherstellung seit Adam angesammelt haben, horizontal wiederhergestellt werden.
- Nach der Rückkehr aus dem babylonischen Exil
- errichteten die Israeliten das Glaubensfundament, indem sie ihre frühere Sünde des Götzendienstes bereuten, den Tempel wieder aufbauten
- und ihren Glauben, der auf dem Mosaischen Gesetz beruhte, unter der Anleitung des Schriftgelehrten Esra erneuerten.
- Ebenso errichteten die Christen des Mittelalters das Glaubensfundament, indem sie die Reform der römisch-katholischen Kirche anstrebten.
- Diese Bestrebungen fanden in der von Martin Luther angeführten protestantischen Reformation ihren Höhepunkt.
- Die Reformation durchdrang das Dunkel des mittelalterlichen Europa mit dem Licht des Evangeliums und bahnte den Weg für ein neues Glaubensverständnis.
- In der Periode der Vorbereitung auf die Ankunft des Messias gründete Gott unter den Völkern der Welt für ihre Länder und Kulturen passende Religionen, die es ihnen ermöglichen sollte, die notwendigen inneren Vorbereitungen für den Empfang des Messias zu treffen.
- Auf diesem weltweiten Fundament der Vorbereitung sollte Jesus kommen und alle Religionen in einer weltweiten christlichen Zivilisation vereinen.
- In der Periode der Vorbereitung auf die Wiederkunft des Messias, beginnend mit der Renaissance,
- nahm der Fortschritt in praktisch jedem Bereich menschlichen Bemühens, einschließlich Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, mit hoher Geschwindigkeit zu und schuf ein globales Umfeld, das dem Wirken Christi bei seiner Wiederkunft förderlich ist.
- Zur Zeit Jesu beherrschte das Römische Reich große Gebiete und hielt sie durch ein hoch entwickeltes und ausgedehntes Transportsystem zusammen.
- Dies war das Zentrum einer ausgedehnten hellenistischen Zivilisation.
- Folglich waren alle notwendigen Vorbereitungen für eine rasche Verbreitung der Lehren des Messias in die Welt getroffen.
- In ähnlicher Weise hat sich in der gegenwärtigen Periode der Wiederkunft der demokratisch-politische Bereich über die ganze Welt verbreitet.
- Der rasche Fortschritt im Transportwesen und in der Kommunikation und die ausgedehnten Kontakte zwischen den Sprachen und Kulturen haben die Welt nahe zusammenrücken lassen.
- Diese Faktoren haben ein Umfeld vorbereitet, in dem die Lehren des wiedergekehrten Christus frei und schnell die Herzen aller Menschen erreichen können.
Die Vorsehung der Wiederherstellung und die geschichtliche Entwicklung
- Eine gefallene Gesellschaft kann als nach dem Bild eines gefallenen Menschen geformt angesehen werden.
- Wir können die Geschichte der Zivilisationen, die von sündigen Menschen entwickelt worden sind, besser verstehen, wenn wir das innere Leben einer gefallenen Person untersuchen.
- Eine gefallene Person besitzt sowohl ein Ursprüngliches Gemüt, das das Gute anstrebt, als auch ein Böses Gemüt, das das Böse anstrebt, und diese beiden Gemüter stehen ständig miteinander in Konflikt und veranlassen sie zu veränderlichem und gegensätzlichem Verhalten.
- Da die menschliche Gesellschaft aus Einzelpersonen besteht, die ständig mit sich selbst im Streit liegen, sind auch deren Interaktionen voller Disharmonie und Streit.
- Die menschliche Geschichte besteht aus konfliktbeladenen sozialen Beziehungen, die sich im Laufe der Zeit ständig ändern. Daher hat sie sich notwendigerweise in Auseinandersetzung und Krieg entwickelt.
- Weil das Ursprüngliche Gemüt im Menschen aktiv ist, kann sogar eine gefallene Person auf Gottes Vorsehung der Wiederherstellung erwidern und das Ziel des Guten unterstützen.
- Daher entsteht Fortschritt in der Geschichte durch Einzelpersonen, die sich inmitten des Strudels von Gut und Böse entschlossen anstrengen, das Böse zurückzuweisen und das Gute voranzubringen.
- Die Welt, auf die sich die Geschichte hin entwickelt, ist das Reich Gottes, in dem das Ziel des Guten verwirklicht sein wird.
- Wir müssen verstehen, dass die Auseinandersetzungen und Kriege vorübergehende Erscheinungen zur Trennung des Guten vom Bösen auf dem Weg zum endgültigen Ziel des Guten sind.
- Es ist also klar erkennbar, dass sich die geschichtliche Entwicklung zum Guten hin entwickelt und von einem Prozess der ständigen Trennung des Guten vom Bösen nach Gottes Vorsehung der Wiederherstellung begleitet wird.
- Unterdessen hat Satan aufgrund seiner Blutsbande mit den ersten Menschen
- durch gefallene Menschen gewirkt, um noch vor Gott die pervertierte Form einer idealen Gesellschaft, die Gott verwirklichen will, zu realisieren.
- Als Ergebnis können wir das Entstehen von prinzipwidrigen Gesellschaftsformen in der menschlichen Geschichte feststellen, die auf der Basis einer verfälschten Version des Prinzips errichtet sind.
- Bevor am Ende der menschlichen Geschichte Gott Sein Reich auf Erden wiederherstellen kann, wird Satan in einem Zerrbild des Reiches Gottes eine prinzipwidrige Welt errichtet haben; das ist nichts anderes als die kommunistische Welt.
- Die erste Gesellschaft, die von gefallenen Menschen gebildet worden ist, war eine primitive kollektive Gesellschaft.
- Weil das Ursprüngliche Gemüt immer tätig bleibt und die Menschen aufruft, Gottes Vorsehung der Wiederherstellung zu folgen, sind in den primitiven Gesellschaften sicherlich Spaltungen zwischen dem relativ Guten und dem relativ Bösen entstanden.
- Gott berief Abraham aus der sündigen Welt zum Bannerträger für das Gute und segnete ihn mit Nachkommen, die Gottes Willen aufrechterhalten würden.
- Gott gründete mit den Nachkommen Abrahams die erste israelitische Sippengesellschaft.
- Als Sippengesellschaft kamen sie nach Ägypten; doch als sie Ägypten verließen und nach Kanaan zogen, waren sie zu einer Stammesgesellschaft angewachsen.
- Die israelitische Gesellschaft war zur Zeit der Richter eine Feudalgesellschaft.
- Die monarchische Gesellschaft vereinigte kleinere Einheiten mit politischer und wirtschaftlicher Selbständigkeit, wie sie von der früheren Feudalgesellschaft gesichert waren, in ein einziges Territorium mit großer Bevölkerung, einer starken Wirtschaft und einer wehrhaften Souveränität.
- Das wurde mit der Errichtung des Vereinigten Königreiches, das von König Saul gegründet worden war, erreicht.
- Nach dem Fall von Juda ließ Gott den Thron von Israel vakant und stellte das jüdische Volk unter die Kontrolle der nachfolgenden heidnischen Reiche, darunter Griechenland.
- Gott schuf Israels Gesellschaft in Form der griechischen Demokratie, damit der Messias bei seinem Kommen nach dem Willen des Volkes auf den Thron erhoben werden könnte.
- Doch das jüdische Volk kreuzigte Jesus. Folglich wurde der Zweck der Vorsehung nur geistig erreicht.
- Hätte das jüdische Volk an Jesus als den Messias geglaubt und sich mit ihm vereinigt, so wäre das Römische Reich durch Jesus noch zu seinen Lebzeiten gewonnen worden.
- Jesus wäre im gesamten Reich als König der Könige geehrt worden. Er hätte ein Weltreich mit Jerusalem als Hauptstadt errichtet.
- Weil die Juden nicht glaubten, wurde Judäa zerstört, und 476 n. Chr. endete das westliche Römische Reich.
- Das Zentrum der Vorsehung der Wiederherstellung ging von Judäa, dem Land, das Gott so tiefen Kummer bereitet hatte, auf Westeuropa über, das früher das Gebiet des westlichen Römischen Reiches gewesen war.
- Folglich wurde die geistige Vorsehung der Wiederherstellung, basierend auf dem Christentum, hauptsächlich in Westeuropa durchgeführt.
- Nur in Westeuropa hat sich die Geschichte dieses Zeitalters streng nach dem von der Vorsehung der Wiederherstellung festgelegten Muster entwickelt.
- Daher liefert uns die Geschichte des Christentums in Westeuropa Informationen über die Ereignisse, welche das Zeitalter der Verlängerung der Vorsehung der Wiederherstellung geformt haben.
- Wie die Wissenschaft beschäftigt sich auch die Wirtschaft mit der praktischen Welt. Tatsächlich hat der Fortschritt in der Wirtschaft eine enge Beziehung zur naturwissenschaftlichen Entwicklung.
- Folglich haben die Religionsgeschichte, die auf der inneren Entwicklung von Gottes Vorsehung fußt, und die Geschichte der Wirtschaft, die auf der äußeren Entwicklung Seiner Vorsehung basiert, verschiedene Richtungen eingeschlagen und sind in unterschiedlichem Ausmaß gewachsen.
- Obgleich sich Religion und Wirtschaft, wie Religion und Naturwissenschaft, voneinander abweichend zu entwickeln scheinen, sind sie im gesellschaftlichen Leben doch miteinander verbunden.
- Religion und Wirtschaft sind mit unserem Leben in der Gesellschaft durch die Politik verbunden.
- Die westliche politische Geschichte hat für die Versöhnung von Religion und Wirtschaft bahnbrechende Arbeit geleistet.
- Um daher genau den Fortschritt der Geschichte, wie sie sich auf das Ziel der Vorsehung der Wiederherstellung hinbewegt, zu verstehen, müssen wir auch die Geschichte der Politik gesondert erforschen.
- Mit der Kreuzigung Jesu gelangte die jüdische Nation auf die Seite Satans.
- Folglich zerbrach Gott diese Gesellschaft, indem Er aus ihr Gläubige berief, die eine christliche Sippengesellschaft bilden sollten.
- Die christliche Sippengesellschaft war aus rudimentären Gemeinschaften mit einem einfachen oder gar keinem politisch oder wirtschaftlich strukturierten System zusammengesetzt. In dieser Periode haben sich Religion, Politik und Wirtschaft nicht unabhängig voneinander entwickelt.
- Trotz schwerer Verfolgung blühte die christliche Sippengesellschaft im Römischen Reich rund um das Mittelmeer nach und nach auf und entwickelte sich zur christlichen Stammesgesellschaft.
- Als das Christentum die germanischen Völker erreichte, die in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts in dieses Gebiet eingedrungen waren, expandierte die christliche Gesellschaft sehr schnell.
- Als in der Zeit des Niedergangs des Römischen Reiches die kaiserliche Autorität schwand und das Reich im Chaos versank, entstand in Europa die Feudalgesellschaft.
- Gott ließ unter den neu christianisierten germanischen Stämmen, die Er erwählt hatte, Seine Vorsehung anzuführen, eine Feudalgesellschaft entstehen.
- Indem Gott kleine Einheiten unter göttlicher Führung in den Bereichen des religiösen, politischen und wirtschaftlichen Lebens stärkte, legte Er die Grundlage für die Errichtung eines göttlichen Königreiches.
- Auf dem Gebiet der Religion war das monarchische Christentum ein geistiges Königreich, das die nationalen Grenzen überschritt.
- Es wurde unter der Herrschaft des Papstes errichtet und stand auf dem geistigen Fundament des Messias.
- Mit dem Niedergang des Feudalismus in dieser Zeit begann sich die früher dezentralisierte Macht der Feudalherren in der Hand der Könige großer Nationalstaaten zu konzentrieren.
- Auf dem Gebiet der Politik blühte der Absolutismus bis zur Französischen Revolution 1789.
- In der Weiterentwicklung der Geschichte der Wirtschaft folgte dem Feudalismus der Kapitalismus, der von einer Periode der kolonialen Expansion begleitet wurde. Die mächtigen Kapitalisten strebten die Monopolisierung der Finanzen und des Kapitals an.
- Der Kapitalismus entstand gleichzeitig mit dem Aufstieg der absoluten Monarchie im 17. Jahrhundert und blühte während und nach der industriellen Revolution.
- Gott begann einen Prozess, in dem die monarchischen Gesellschaften zugrunde gingen und an ihrer Stelle Demokratien entstanden, um eine neue Vorsehung für den Wiederaufbau einer unabhängigen Nation, die für den Empfang des Messias geeignet wäre, zu beginnen.
- Nachdem das monarchische Christentum durch die protestantische Reformation von 1517 zerschlagen worden war, entwickelte sich die Geschichte auf dem Gebiet der Religion weiter zum Stadium eines demokratischen Christentums.
- Durch die Reformation wurde innerhalb der Christenheit das geistige Königreich zerstört, über das der Papst mit alleiniger Autorität geherrscht hatte.
- Auf dem Gebiet der Politik riefen die demokratischen Bewegungen, die im 17. und 18. Jahrhundert gegen die absoluten Monarchien entstanden sind, die Revolutionen in England, Amerika und Frankreich hervor, die die heutigen Demokratien entstehen ließen.
- Mit dem Fortschritt der Geschichte der Wirtschaft entstanden sozialistische Ideale, die den Imperialismus untergruben und eine demokratische Wirtschaftsform förderten.
- Auf der Suche nach einer sozialistischen Gesellschaft auf der Seite des Himmels hat das Ursprüngliche Gemüt der Menschen sie zu den Idealen von Interdependenz, gemeinsamem Wohlstand und universell geteilten Werten geführt.
- Die Welt, in der diese Ideale letzten Endes verwirklicht werden, ist keine andere als das Reich Gottes auf Erden unter der Führung des wiedergekehrten Christus.
- Da Satan immer versucht, Gottes Vorsehung zuerst zu imitieren, entwickelte die satanische Seite den „wissenschaftlichen Sozialismus“, der auf den Theorien des dialektischen und historischen Materialismus aufbaut, und errichtete die kommunistische Welt.
- Wie können Religion, Politik und Wirtschaft, die eigene Wege beschritten haben, bei der Vollendung der Geschichte der Vorsehung an einem Punkt zusammenlaufen, um das Fundament für die Wiederkunft Christi zu errichten?
- Damit die Wege von Religion, Politik und Wirtschaft zusammenlaufen und Gottes Ideal verwirklicht werden kann, muss eine neue Ausdrucksform der Wahrheit erscheinen, die Religion und Wissenschaft vollständig miteinander verbinden kann.
- Die Religion, die sich auf diese Wahrheit gründet, wird die gesamte Menschheit zur Einheit mit Gottes Herz führen.
- Solche Menschen werden eine Wirtschaft errichten, die mit dem göttlichen Ideal in Einklang steht. Sie werden die Fundamente für eine neue politische Ordnung gründen, die das Ideal der Schöpfung verwirklichen kann.
- Dies wird das messianische Reich sein, das auf den Prinzipien der Interdependenz, des gemeinsamen Wohlstands und der universell geteilten Werte aufgebaut ist.